Radschnellweg Ruhr: Unterschied zwischen den Versionen

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* 04. Juli 2017: Im Bundesfernstraßengesetz wird festgeschrieben, dass der Bund bis zum Jahr 2030 den Ländern Finanzhilfen für den Bau von Radschnellwegen gewähren kann.
 
* 04. Juli 2017: Im Bundesfernstraßengesetz wird festgeschrieben, dass der Bund bis zum Jahr 2030 den Ländern Finanzhilfen für den Bau von Radschnellwegen gewähren kann.
 
* 24. Oktober 2017: Offizielle Eröffnung der Hochpromenade in Mülheim
 
* 24. Oktober 2017: Offizielle Eröffnung der Hochpromenade in Mülheim
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* 15. März 2019: 1. Spatenstich zum Bau des RS1 auf Gelsenkirchener Gebiet
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* 15. Mai 2019: Offizielle Eröffnung der restaurierten Mülheimer Ruhrbrücke und des Abschnitts bis zur Hochschule Ruhr West
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* 06. Februar 2020: Erster Spatenstich zum ersten Abschnitt auf Bochumer Gebiet
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* 07. Februar 2020: Erster Spatenstich in Essen für die Brücke über den Berthold-Beitz-Boulevard
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==Auszeichnungen==
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Der Abschnitt zwischen Stadtgrenze Essen und Mülheim wurde als [http://www.dl-landschaft.de/index.php?id=113 Infrastrukturlandschaft] geplant vom [http://www.dl-landschaft.de Büro Danielzik Leuchter + Partner Landschaftsarchitekten] und mit dem [http://www.dl-landschaft.de/index.php?id=news nrw.landschaftsarchitektur.preises 2018] ausgezeichnet.
  
 
== Fragen und Antworten ==
 
== Fragen und Antworten ==
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* [http://velocityruhr.net/blog/2015/11/27/rampen-und-zugaenge-zur-rheinischen-bahn/#13/51.4420/6.9296 digitale Übersicht aller Zufahrten mit Bildern]
 
* [http://velocityruhr.net/blog/2015/11/27/rampen-und-zugaenge-zur-rheinischen-bahn/#13/51.4420/6.9296 digitale Übersicht aller Zufahrten mit Bildern]
  
==== Sind Mülleimer auf der Strecke des RS1 geplant? ====
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==== Gibt es Mülleimer auf der Strecke des RS1? ====
Hinsichtlich der Mülleimer ist der RVR in den letzten Jahren immer mehr dazu übergegangen, diese abzubauen. Dies entspricht den bisherigen Erfahrungswerten, dass Radfahrende im Alltagsradverkehr eigentlich kaum Bedarf hierfür haben und nötigenfalls ihren Müll auch mitnehmen. Die Entwicklung wird vom RVR und Straßen.NRW beobachtet und ggf. nachgesteuert.
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Hinsichtlich der Mülleimer ist der RVR in den letzten Jahren immer mehr dazu übergegangen, diese abzubauen. Dies entspricht den bisherigen Erfahrungswerten, dass sich gerade im Bereich von Mülleimern der herumfliegende Müll häufig türmt, während Radfahrende im Alltagsradverkehr eigentlich kaum Bedarf dafür haben und nötigenfalls ihren Müll auch mitnehmen. Auf dem Abschnitt zwischen Mülheim Hauptbahnhof und Essen Frohnhausen wurden jedoch inzwischen einige Mülleimer aufgestellt. Den Anstoß dazu hat offenbar die eklige Protestaktion eines oder mehrerer Hundehalter gegeben, der oder die 2018 den Zaun neben dem Radweg mit gefüllten Hundekotbeuteln "dekoriert" hatte(n).
  
 
==== Was ist der Unterschied zwischen der "Rheinischen Bahn" und dem "Radschnellweg Ruhr"? ====
 
==== Was ist der Unterschied zwischen der "Rheinischen Bahn" und dem "Radschnellweg Ruhr"? ====
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* Service (evtl. Luftstationen, Rastplätze mit Abstellanlagen, punktuelle Überdachung als Regenschutz, etc.).
 
* Service (evtl. Luftstationen, Rastplätze mit Abstellanlagen, punktuelle Überdachung als Regenschutz, etc.).
  
==== Warum gibt es auf dem Modellabschnitt Essen/Mülheim immer noch keine regelmäßige Reinigung und keinen Winterdienst? ====
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==== Gibt es auf dem Modellabschnitt Essen/Mülheim jetzt regelmäßige Reinigung und Winterdienst? ====
Inzwischen liegt der dritte Winter seit Eröffnung hinter uns, ohne das das Problem gelöst wäre. Grund sind Streitigkeiten um die Zuständigkeit zwischen RVR und Straßen.NRW, die beide der Ansicht sind, der jeweils andere sei in der Pflicht. Man kann nur hoffen, dass bis zum nächsten Wintereinbruch eine Einigung erzielt wird. Zumindest die Hochpromenade in Mülheim, die eindeutig im Verantwortungsbereich der Stadt liegt, wurde inzwischen in das Straßenreinigungsverzeichnis aufgenommen, so dass auf diesen 500 m die MEG regelmäßig reinigt und im Winter räumt und streut.
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Drei Jahre lang blieb das Problem ungelöst. Grund waren Streitigkeiten um die Zuständigkeit zwischen RVR und Straßen.NRW, die beide der Ansicht waren, der jeweils andere sei in der Pflicht. Inzwischen ist eine Einigung erzielt worden. Zuständig ist derzeit zwar noch der RVR, da der Abschnitt noch nicht offiziell als Radschnellweg gewidmet ist. Straßen.NRW ist aber nun in Vorleistung getreten und kümmert sich um die gesamte Strecke zwischen Essen Uni und Mülheim Hauptbahnhof. Bei angesagter Glättegefahr wird mit Salz gestreut. Die Hochpromenade in Mülheim, die im Verantwortungsbereich der Stadt liegt, wurde 2018 in das Straßenreinigungsverzeichnis aufgenommen, so dass auf diesen 500 m die MEG regelmäßig reinigt und im Winter räumt und streut.
  
 
==== Warum geht es insgesamt so schleppend voran; 2020 sollte doch alles fertig sein? ====
 
==== Warum geht es insgesamt so schleppend voran; 2020 sollte doch alles fertig sein? ====
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Auf der anderen Seite täuscht der vermeintliche Stillstand an vielen Stellen aber auch: Solange die Planungen für einen Abschnitt noch auf Hochtouren laufen, sieht man natürlich keine Bagger, weil dieser Löwenanteil der Arbeit eben fast ausschließlich im Büro erfolgt. Der eigentliche Bau ist nachher der deutlich kleinere Teil. Wir versuchen im Folgenden, einen Überblick über die aktuellen Stände zu geben und ein paar weitere häufig gestellte Fragen zu beantworten.
 
Auf der anderen Seite täuscht der vermeintliche Stillstand an vielen Stellen aber auch: Solange die Planungen für einen Abschnitt noch auf Hochtouren laufen, sieht man natürlich keine Bagger, weil dieser Löwenanteil der Arbeit eben fast ausschließlich im Büro erfolgt. Der eigentliche Bau ist nachher der deutlich kleinere Teil. Wir versuchen im Folgenden, einen Überblick über die aktuellen Stände zu geben und ein paar weitere häufig gestellte Fragen zu beantworten.
  
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=== Duisburg ===
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==== Wann erfolgt der Weiterbau in Duisburg? ====
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Die Planungsvereinbarung zwischen Straßen.NRW und der Stadt Duisburg für den 6,1 km langen Abschnitt auf Duisburger Stadtgebiet wurde im September 2017 unterzeichnet. Mittlerweile hat die Stadt Duisburg den Projektsteuerer NRW.Urban mit dem Projektmanagement der Objektplanung Verkehrsanlagen beauftragt. Um Ausschreibung und Vergabe kümmert sich die Stadt. Die Ausschreibung ist in drei Lose unterteilt. Mitte Februar 2020 erfolgte die Ausschreibung der Objektplanung "Verkehrsanlagen" (Los 1). Zitat daraus: "Für die Gesamttrasse müssen die Planungsleistungen LP 1 - 3 bis voraussichtlich Ende I. Quartal 2021 abschlossen sein. Die übrigen Planungsleistungen sollen voraussichtlich bis Ende III. Quartal 2022 abgeschlossen sein. Mit den Planungsleistungen soll sofort nach Beauftragung begonnen werden." Los 2 wird die Planung der Ingenieurbauwerke umfassen und Los 3 eine faunistische Planungsraumanalyse, eine artenschutzrechtliche Prüfung sowie den landschaftspflegerischen Begleitplan. Bezüglich der Brücken steht die Stadt in Kontakt mit der DB, da vor dem Start der Planungen eine umfangreiche Analyse der möglichen Erweiterung vorhandener Bahnbrücken erfolgen muss.
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==== Was macht die Planung in Duisburg so langwierig? ====
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Anders als zwischen Bochum-Wattenscheid und der Stadtgrenze Duisburg/Mülheim kann auf Duisburger Gebiet die Trasse der Rheinischen Bahn nicht genutzt werden, da die Strecke weiterhin in Betrieb ist. Nach dem letzten bekannten Planungsstand erfordert die komplexe Streckenführung den Neubau von sechs Brücken und einer Untertunnelung, außerdem den Erwerb zahlreicher Grundstücke, größtenteils von der Deutschen Bahn. An mehreren Stellen ist zudem der Platz äußerst begrenzt, so dass die Mindestbreite von 4 m für Radfahrer und 2 m für Fußgänger nicht realisierbar ist. Dafür stehen die Entscheidungsträger der Stadt Duisburg voll hinter dem zügigen Bau des Radschnellwegs, was man nicht von jeder Stadt sagen kann.
  
=== Bochum ===
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=== Mülheim an der Ruhr ===
  
==== Wann geht es in Bochum los? ====
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==== Wie kam es zur Einrichtung der "Verweilzone" auf dem Stadtviadukt? ====
Im Jahr 2017 wurde eine Ausbauvereinbarung zwischen Stadt Bochum und dem Landesbetrieb Straßen.NRW unterzeichnet. Mit dieser Vereinbarung wird geregelt, dass die Stadt Bochum für den gesamten Abschnitt auf Bochumer Stadtgebiet die gesamte Planung und den Ausbau übernimmt. Dadurch kann der Bau des RS1 aus einer Hand erfolgen, was den Abstimmungsaufwand im Folgenden reduziert. Zugleich erhält die Stadt dadurch einen größeren Gestaltungsspielraum.
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Dass der Radschnellweg im Bereich des Stadtviadukts als gemeinsamer Fuß- und Radweg beschildert und mit zahlreichen Pflanzkästen und Sitzbänken ausgestattet ist, führt immer wieder zu Irritationen bei den Nutzern. Zumal es sich anders als z.B. in Essen-Altendorf bereits um den Endausbau handelt und kein späteres Update geplant ist. Hierzu muss man wissen, dass die Pläne der Stadt für die Gestaltung des Viadukts bereits bis ins Jahr 2000 zurückreichen, als die Eisenbahnstrecke stillgelegt wurde. Damals dachte noch niemand an einen Radschnellweg, und die städtischen Entscheidungsträger träumten von einer Promenade, auf der in erster Linie Fußgänger flanieren sollten. So ganz wollten sie ihre Wünsche nicht begraben, nachdem 2014 klar wurde, dass diese 500 m eines Tages Teil des Radschnellwegs Ruhr werden sollten. So kam es zur Erfindung der "Langsamfahrstrecke", die ursprünglich tatsächlich als Fußgängerzone, in der Radfahrer zu Schrittempo angehalten wären, gedacht war. Der für den Ausbau angezapfte Fördertopf, das Programm "Soziale Stadt", ließ auch gar keine Trennung von Rad- und Fußverkehr zu. Stattdessen waren Sitzgelegenheiten und sogenannte "Stepping Stones", kleine Ökobiotope für Pflanzen und Kleinstlebewesen, vorgeschrieben.
[https://session.bochum.de/bi/to0050.asp?__ktonr=170219 Mitteilung im RIS]
 
  
Anfang 2018 wurde durch die Verwaltung mitgeteilt, dass im Laufe des Jahres mit dem Bau des RS1 im Teilabschnitt zwischen Windhausstraße und Bessemerstraße begonnen wird. In diesem Bereich werden auf einer ehemaligen Industriefläche ein Regenrückhaltebecken und eine Grünanlage angelegt. Der RS1 soll zunächst über die Windhausstraße und anschließend durch die Grünanlage führen. Er wird etwa schräg gegenüber der Arnoldstraße an die Bessemerstraße anschließen.
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Nachdem die Kritik der Radverbände immer lauter wurde, ließen die beauftragten Planer sich den bestmöglichen Kompromiss einfallen: Sie brachten die verpflichtenden Bänke und Ökobiotope komplett auf einer Breite von nur 2 m unter. Auf der Südseite schließt sich an diese Ruhezone ein 2 m breiter Verkehrsbereich für Fußgänger an und auf der Nordseite ein 4 m breiter Bereich für den Radverkehr. Mit Ausnahme der offiziellen Beschilderung der gesamten Wegbreite durch VZ 240 als gemeinsamer Fuß- und Radweg wurden damit die Radschnellweg-Standards exakt umgesetzt. Auf den veröffentlichten Computergrafiken sieht man Radfahrer und Fußgänger jeweils in den ihnen zugedachten Bereichen. In der Praxis klappt diese inoffizielle Trennung der Verkehrsarten unter der Woche sehr gut. Nur an sonnigen Wochenenden wimmelt häufig alles quer durcheinander; andererseits müssen dann auch nur wenige Leute zügig zur Arbeit. Die meiste Zeit kann man dort als Radfahrer in normalem Tempo durchfahren. Dass man dennoch die nötige Aufmerksamkeit und Rücksicht walten lässt, versteht sich von selbst. Die Befürchtungen einer "Schiebezone" sind folglich nicht eingetreten. Dafür auch Dank an die vielfach zu Unrecht gescholtenen Planer, die mit ihrem Entwurf ein Stück Radschnellweg gerettet haben!
Die Bahntrasse von der Stadtgrenze Gelsenkirchen (etwa ab Hüller Straße) bis zur Darpestraße soll im Herbst/Winter 2018/2019 freigeschnitten werden. Eine frühere Rodung scheidet aufgrund der Naturschutzbelange aus.
 
Parallel werden die Planungen für die Abschnitte von der Gahlenschen Straße bis zur Windhausstraße und entlang der Bessemerstraße konkreter in Angriff genommen.
 
[http://velocityruhr.net/blog/2018/02/02/rs-1-planung-bochum/ Bericht auf VeloCityRuhr.net]
 
  
Ob die Trasse der Machbarkeitsstudie im weiteren Verlauf von der Bessemerstraße bis nach Dortmund wie vorgesehen genutzt werden kann oder ob eine andere Routenführung notwendig ist, wird aktuell überprüft.
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==== Warum gibt es am Ruhrufer einen Aufzug statt einer Rampe? ====
(Stand: 02/2018)
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Wegen des großen zu überwindenden Höhenunterschieds wäre der Platzbedarf einer barrierefreien Rampe größer als die Stadt Mülheim dafür zubilligen wollte. Unter anderem hätten dafür Parkplätze entfallen oder das für Ruhrbania vorgesehene Baufeld eingeschränkt werden müssen. Ob sich die Stadt allerdings mit dem gewählten störanfälligen Aufzugmodell, das mit seinen Ausfällen alle Nase lang für Wirbel in der lokalen Presse sorgt, einen Gefallen getan hat, ist mehr als fraglich.
  
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==== Wann geht es weiter bis zur Stadtgrenze Duisburg? ====
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Eigentlich war der Baubeginn für Abschnitt 4 von der Brücke Duisburger Straße bis zur Duisburger Stadtgrenze zum Herbst 2018, spätestens zur Eröffnung von Abschnitt 3b/c (Ruhrbrücke bis Hochschule) geplant. Seither sind diverse Probleme aufgetaucht, an deren Lösung intensiv gearbeitet wird. Für den Abschnitt zwischen Hochschule und Heerstraße soll bis 2021 Baurecht geschaffen werden. Im Bereich des Speldorfer Güterbahnhofs befindet sich jedoch ein denkmalgeschützter Ablaufberg, dessen Stützwand aufwändig saniert werden muss. Der weitere Verlauf der Strecke ist inzwischen freigeschnitten, und erste Vermessungsarbeiten sind durchgeführt worden. Eventuell ist hier eine Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich, auch wenn das derzeit nicht wahrscheinlich erscheint. In der künftigen RS1-Trasse verlaufen Telekommunikationskabel, weshalb noch mit der BEG über möglichen Grunderwerb verhandelt werden muss.
  
=== Gelsenkirchen ===
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Die Planung erfolgt durch Straßen.NRW, wobei für den Abschnitt Duisburger Straße bis Heerstraße die Verantwortung nach der Entwurfsplanung an die Stadt Mülheim übergehen soll. Der Abschnitt zwischen Heerstraße und Stadtgrenze Duisburg wird komplett von Straßen.NRW geplant und gebaut.
  
==== Wann ist Baubeginn in Gelsenkirchen? ====
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Parallel zu dem Abschnitt führt jedoch bereits jetzt ein, wenn auch schmaler, gemeinsamer Fuß- und Radweg. Diese Route wird in einem Flyer beschrieben, den man in den Radstationen sowie bei der MST bekommt. Auch eine Beschilderung ist im Gespräch. Das früher in besonders schlechtem Zustand befindliche Wegstück zwischen Katzenbruch und Stadtgrenze Duisburg wurde Anfang 2020 komplett asphaltiert, so dass man dort jetzt recht komfortabel fahren kann. Problematisch ist jedoch die östlich angrenzende Steinbruchstraße, die nach einem Freischnitt vor einigen Jahren inzwischen wieder zur Hälfte mit Brombeerranken überwuchert ist. Hier wäre eine Einigung zwischen Stadt Mülheim und DB über die Zuständigkeit für die Pflege dieses Wegs dringend geboten.
Der erste Spatenstich für den 2,8 km langen Abschnitt in Gelsenkirchen soll durch Straßen.NRW noch 2018 erfolgen. Idealerweise kann es gleich nach der Fertigstellung in westlicher Richtung auf Essener Gebiet zunächst bis zur Ernestinenstraße weitergehen.
 
  
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==== Wird der Abschnitt zwischen Hochschule und Stadtgrenze Duisburg kreuzungsfrei sein? ====
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Leider nein. Immerhin ist inzwischen klar, dass die Brücke über die Duisburger Straße und damit deren kreuzungsfreie Querung erhalten bleibt. Das ist nicht selbstverständlich, da zwischenzeitlich die Stilllegung der Hafenbahn, der Abriss der Brücke und das Hochlegen der Duisburger Straße zur Diskussion standen. Für den RS1 hätte das schlimmstenfalls - neben einer jahrelangen Verzögerung - eine Querung per Bettelampel bedeutet. Es bleiben jedoch die niveaugleichen Übergänge an der Heer- und der Friedhofstraße. An der Heerstraße soll der RS1 Vorrang erhalten, an der Friedhofstraße nach dem Willen der Verwaltung jedoch nicht. Da zumindest Teile der Politik das anders sehen, ist das letzte Wort hierzu noch nicht gesprochen.
  
 
=== Essen ===
 
=== Essen ===
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Die Beleuchtungsregelung im Tunnel mit der Beleuchtung tagsüber und mit der Abschaltung in den Abendstunden hat seine Begründung in der Verkehrssicherheit. Nach Angaben der Stadt Essen soll tagsüber der Hell-Dunkel-Kontrast bei der Ein- und Ausfahrt in den Tunnel vermieden werden. Durch die Beleuchtung tagsüber wird die Blendwirkung gemindert. In den Abend- und Nachtstunden ist diese Notwendigkeit nicht gegeben, und die Beleuchtung wird durch eine Zeitschaltuhr abgeschaltet.
 
Die Beleuchtungsregelung im Tunnel mit der Beleuchtung tagsüber und mit der Abschaltung in den Abendstunden hat seine Begründung in der Verkehrssicherheit. Nach Angaben der Stadt Essen soll tagsüber der Hell-Dunkel-Kontrast bei der Ein- und Ausfahrt in den Tunnel vermieden werden. Durch die Beleuchtung tagsüber wird die Blendwirkung gemindert. In den Abend- und Nachtstunden ist diese Notwendigkeit nicht gegeben, und die Beleuchtung wird durch eine Zeitschaltuhr abgeschaltet.
  
==== Wann wird die Brücke über den Berthold-Beitz-Boulevard gebaut? ====
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==== Warum wird die Brücke über den Berthold-Beitz-Boulevard jetzt erst gebaut? ====
Laut [http://www.metropoleruhr.de/freizeit-sport/idr-nachricht/article/rheinische-bahn-rvr-baut-rad-bruecke-ueber-essener-berthold-beitz-boulevard-land-gibt-16-millionen-euro.html Pressemitteilung des RVR] sollte mit dem Bau der Brücke über den Berthold-Beitz-Boulevard in Essen Mitte 2016 begonnen werden, um die entstandene Lücke auf der Rheinischen Bahn zu schließen. Mit dem im Dezember 2017 erfolgten Beschluss, die Brücke direkt mit einer Breite von 6 m zu bauen, wurde jedoch eine komplette Neuplanung erforderlich, die derzeit in Arbeit ist. Die Finanzierung ist gesichert: 80 % der erforderlichen 2,9 Mio. Euro trägt das Land NRW, den Rest der RVR. Nach Abschluss der Planungen kann der Bau ausgeschrieben werden.
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Laut [http://www.metropoleruhr.de/freizeit-sport/idr-nachricht/article/rheinische-bahn-rvr-baut-rad-bruecke-ueber-essener-berthold-beitz-boulevard-land-gibt-16-millionen-euro.html Pressemitteilung des RVR] sollte mit dem Bau der Brücke über den Berthold-Beitz-Boulevard in Essen bereits Mitte 2016 begonnen werden, um die entstandene Lücke auf der Rheinischen Bahn zu schließen. Mit dem im Dezember 2017 erfolgten Beschluss, die Brücke direkt entsprechend den Standards für Radschnellwege zu bauen, wurde jedoch eine komplette Neuplanung erforderlich. Die Stadt Essen braucht keinen Cent dazu zahlen: 80 % der erforderlichen 3,1 Mio. Euro trägt das Land NRW, den Rest der RVR. Der offizielle 1. Spatenstich erfolgte am 7. Februar 2020, fertiggestellt werden soll die Brücke nach aktuellem Stand im Frühjahr 2021.
  
==== Wann wird Abschnitt 1 der Rheinischen Bahn auf Radschnellweg-Standard ausgebaut? ====
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==== Wann werden die Abschnitte 1+2 der Rheinischen Bahn auf Radschnellweg-Standard ausgebaut? ====
Im Vorfeld des Grüne-Hauptstadt-Jahres hatte die Stadt Essen angekündigt, noch im Jahr 2017 mit dem Umbau der Strecke zwischen Uni Essen und Essen Schönebeck zu beginnen. Wie bei so vielen dieser Versprechen folgten jedoch keinerlei Taten. Für diesen Abschnitt laufen derzeit weder Planungen, noch sind irgendwelche Termine bekannt.
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RVR und Straßen.NRW haben eine Planungsvereinbarung für das Upgrade des Geh- und Radwegs auf der Rheinischen Bahn zwischen Mülheim Hbf und Essen-Univiertel zum RS1 geschlossen. Mit dem Upgrade soll auf dem gesamten Abschnitt der vom Land NRW definierte Standard für Radschnellverbindungen hergestellt werden: 4 m Radweg + 2,5 m (einschließlich taktilem Trennstreifen) Fußweg, durchgehende Asphaltierung und Markierung, abschnittsweise Beleuchtung, Verbreiterung der Brückenbauwerke. Die Planung soll bis Ende 2020 abgeschlossen werden, so dass Anfang 2021 mit dem Bau begonnen werden könnte. Die Verbreiterung bzw. der ergänzende Neubau der Brücken soll zum Schluss erfolgen. Am 20.05.2020 wird Straßen.NRW den Planungsausschuss des RVR über den aktuellen Stand der Planungen informieren.
  
==== Wie geht es zwischen Essen Uni und Ernestinenstraße weiter? ====
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==== Wie geht es zwischen Essen Uni und Bahnhof Kray weiter? ====
Das traurigste Kapitel auf den ganzen 101 km. Da sich die GroKo im Essener Rat darauf versteift hat, den südlich des Eltingviertels verlaufenden Bahndamm komplett abzureißen und den Radschnellweg statt auf diesem durch Öffnungen in den erträumten Betonburgen zu führen, herrscht Stillstand. Bei dieser "Lösung" müsste der Investor die komplette Baulast übernehmen und für Unterhalt, Reinigung und Winterdienst des Radschnellwegs auf dem Abschnitt sorgen, was die erwartbare Rendite drastisch senken würde. Entgegen den Behauptungen der Stadt scheint es daher mit dem "großem Interesse" möglicher Investoren auch nicht allzu weit her zu sein. Auf die von der großen Mehrheit der Bürger bevorzugte Variante mit dem RS1 auf einem verschlankten Bahndamm und aufgelockerter Wohnbebauung auf der gewonnenen Fläche will sich die Stadt nicht einlassen, obwohl hierbei Straßen.NRW die Baulast tragen, die Finanzierung komplett gesichert wäre und sogar mehr und hochwertigere Wohnfläche entstehen würde. Stattdessen wird der Deutschen Bahn, die sich angeblich weigert, den Bahndamm zeitnah zu entwidmen, der Schwarze Peter zugeschoben. Straßen.NRW wiederum kann mit den Planungen für die so dringend benötigte Brücke über die Gladbecker Straße nicht beginnen, solange nicht klar ist, dass zum Baubeginn auf der anderen Seite auch ein Anschluss gebaut wird. Somit ist die Blockade ausgerechnet an diesem Herzstück des RS1 auf unabsehbare Zeit vollständig.
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Das traurigste Kapitel auf den ganzen 101 km. Da sich die GroKo im Essener Rat darauf versteift hatte, den südlich des Eltingviertels verlaufenden Bahndamm komplett abzureißen und den Radschnellweg statt auf diesem durch Öffnungen in den erträumten Betonburgen zu führen, herrschte jahrelanger Stillstand. Bei dieser "Lösung" - Variante 3 aus der 2017 vorgestellten Machbarkeitsstudie - hätte der Investor die komplette Baulast übernehmen und für Unterhalt, Reinigung und Winterdienst des Radschnellwegs auf dem Abschnitt sorgen müssen, was die erwartbare Rendite drastisch gesenkt hätte. Mit Ausnahme der stadtnahen Allbau GmbH fand sich folglich auch kein Investor, der Interesse an diesem angeblichen "städtebaulichen Highlight" signalisiert hätte.
  
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Für die daraus entstehenden Verzögerungen wurde von den dafür verantwortlichen Politikern jahrelang der Deutschen Bahn der Schwarze Peter zugeschoben. Am 06.09.2018 wurde jedoch eine von der DB in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie vorgestellt, die zu dem Ergebnis kam, dass alle bahnrechtlichen und technischen Probleme auf dem Abschnitt zwischen Gladbecker Straße und Bahnhof Kray lösbar sind.
  
=== Mülheim an der Ruhr ===
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Eine 2019 im Auftrag der BEG erstellte Machbarkeitsstudie hat den Irrsinn von Variante 3 detailiert mit Daten und Fakten untermauert. Die Essener Verwaltung lieferte dazu einen Kompromissentwurf, bei dem der RS1 auf einem verschlankten Bahndamm in einer eleganten Kurve um die geplanten Häuser herum geführt werden könnte. Eine Alternative, die sowohl städtebauliche Strahlkraft entwickeln könnte als auch vor allem einen zügigen Bau des RS1 sicherstellen und damit bei den Radverbänden und den Oppositionspolitikern auf große Zustimmung stieß. Mit einem Eilantrag wenige Stunden vor der entscheidenden Abstimmung im Ausschuss für Stadtplanung im September 2019 blockierte die GroKo jedoch auch diesen Entwurf und erzwang im Ausschuss den Beschluss zu einer erneuten Machbarkeitsstudie zu der von Experten bereits restlos zerlegten Variante und zusätzlich einer ebenerdigen Führung. Damit war der Radschnellweg nun weiterhin auf unabsehbare Zeit gerade auf dem entscheidenden Abschnitt im Herzen des Ruhrgebiets vollständig blockiert.
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Straßen.NRW betrachtet den Abschnitt zwischen Essen Uni und Bahnhof Kray als eine Einheit und wird mit den Planungen erst beginnen, wenn klar ist, was die Stadt zwischen Gladbecker Straße und Schützenbahn nun wirklich vor hat. Für einen Radschnellweg, bei dem der Bahndamm genutzt würde, wird eine Planungs- und Bauzeit von 2-3 Jahren kalkuliert. Wäre der Startschuss wie einst angekündigt noch in 2017 erfolgt, könnten wir 2020 die Eröffnung feiern.
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UPDATE 21.11.2019: Nachdem die Verwaltung nochmals auf die gravierenden rechtlichen Probleme von Variante 3 hingewiesen hat und obendrein die ebenerdige Führung anhand simpler Geometrieberechnungen als nicht umsetzbar definiert hat, erklärten sich führende Politiker von CDU und SPD jetzt doch mit dem Alternativvorschlag einverstanden. Der offizielle Beschluss wurde am 21. November in der Sitzung des Planungsausschusses einstimmig gefasst. Nach jahrelangem Stillstand kann es nun endlich weitergehen.
  
==== Was ist aus dem Stadtbalkon auf der Promenade geworden? ====
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=== Gelsenkirchen ===
Bislang hat sich kein Unternehmen gefunden, das innerhalb des von der Stadt Mülheim definierten Kostenrahmens die Arbeiten ausführen will. Vermutlich muss die Ausschreibung noch einmal überarbeitet werden. Unter den Nutzern der Hochpromenade hält sich das Bedauern in Grenzen, auch wenn ein Regenschutz natürlich ganz nett wäre.
 
  
==== Wann wird die sanierte Ruhrbrücke eröffnet? ====
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==== Wann ist Baubeginn in Gelsenkirchen? ====
Die Sanierungsarbeiten an der Ruhrbrücke liegen gut im Zeitplan und sollten in wenigen Wochen abgeschlossen sein. Für die Brücke ist jedoch keine eigene Eröffnung vorgesehen, da sonst nur eine weitere Sackgasse entstehen würde. Stattdessen werden die Bauabschnitte 3b (Ruhrbrücke und Broicher Vorlandbrücken) und 3c (Bahndamm Fährstraße bis Duisburger Straße) zu einer Einheit zusammengefasst. Leider gab es Verzögerungen bei der Ausschreibung der Arbeiten zur Sanierung der Broicher Vorlandbrücken. Die eigentlich für Herbst 2018 geplante Fertigstellung des Gesamtabschnitts wird daher wohl erst im Frühjahr 2019 erfolgen.
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Die Bauarbeiten für die ersten 1,1 km (zwischen Krayer Straße und Hollandstraße) des insgesamt 2,8 km langen Abschnitts in Gelsenkirchen haben im Februar 2019 begonnen. Offizieller 1. Spatenstich war am 15. März 2019. Der Ausbau erfolgt durch Straßen.NRW in Kooperation mit der Emschergenossenschaft. Da letztere im Bereich Wattenscheider Bach ab 2019 Kanalarbeiten durchführt und außerdem ein großes Regenrückhaltebecken baut, musste dafür ohnehin eine Baustraße angelegt werden. Diese wird nach Abschluss der Arbeiten in den Radschnellweg integriert. Das wird voraussichtlich ab Ende 2021 passieren. Übergangsweise wurde der Abschnitt zunächst als gemeinsamer Weg für Radfahrer und Fußgänger in 4 m Breite gebaut. Die Freigabe verzögert sich jedoch noch auf unbestimmte Zeit, da die Gefahr für die Nutzer durch querende Baufahrzeuge als zu hoch angesehen wird. Die Leithestraße wird mit einer neu gebauten Brücke über den Radschnellweg geführt.
  
==== Wann geht es weiter bis zur Stadtgrenze Duisburg? ====
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Baubeginn für die beiden restlichen Abschnitte auf Gelsenkirchener Stadtgebiet soll im 3. Quartal 2020 sein. Auf dem wenige Hundert Meter langen Abschnitt von der Krayer Straße zur Stadtgrenze Essen ist eine umfangreiche Sanierung der Brücke über die Hattinger Straße erforderlich.
Eigentlich war der Baubeginn für Abschnitt 4 von der Brücke Duisburger Straße bis zur Duisburger Stadtgrenze spätestens zur Eröffnung von Abschnitt 3b/c geplant. Im März wurde jedoch in der Presse berichtet, dass es Verzögerungen gibt, die der Deutschen Bahn angelastet werden. Genaueres ist leider nicht bekannt, nur dass sich der Termin für die Fertigstellung dieses 2,6 km langen Abschnitts bis 2022 verzögern könnte. Noch besteht aber Hoffnung auf einen früheren Durchbruch bei den offenbar problematischen Verhandlungen.
 
  
==== Wird der Abschnitt zwischen Hochschule und Stadtgrenze Duisburg kreuzungsfrei sein? ====
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Auf dem Abschnitt von der Hollandstraße bis zur Stadtgrenze Bochum gibt es viele sanierungsbedürftige Brückenbauwerke, u.a. die denkmalgeschützte Brücke über die Ückendorfer Straße. Die restlichen Brücken werden in nicht allzu ferner Zukunft wohl abgerissen und neu gebaut werden müssen. Um mit dem RS1 voran zu kommen, sollen sie aber zunächst instand gesetzt werden und dann hoffentlich noch einige Jahre befahrbar bleiben.
Leider nein. Immerhin ist inzwischen klar, dass die Brücke über die Duisburger Straße und damit deren kreuzungsfreie Querung erhalten bleibt. Das ist nicht selbstverständlich, da zwischenzeitlich die Stilllegung der Hafenbahn, der Abriss der Brücke und das Hochlegen der Duisburger Straße zur Diskussion standen. Für den RS1 hätte das schlimmstenfalls eine Querung per Bettelampel - neben einer jahrelangen Verzögerung - bedeutet. Es bleiben jedoch die niveaugleichen Übergänge an der Heer- und der Friedhofstraße. An der Heerstraße soll der RS1 Vorrang erhalten, an der Friedhofstraße nach dem Willen der Verwaltung jedoch nicht. Da zumindest Teile der Politik das anders sehen, ist das letzte Wort hierzu noch nicht gesprochen.
 
  
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=== Bochum ===
  
=== Duisburg ===
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==== Wie steht es um die Planungen in Bochum? ====
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Im Jahr 2017 wurde eine Ausbauvereinbarung zwischen Stadt Bochum und dem Landesbetrieb Straßen.NRW unterzeichnet. Mit dieser Vereinbarung wird geregelt, dass die Stadt Bochum für alle Abschnitte auf Bochumer Stadtgebiet die gesamte Planung und den Ausbau übernimmt. Dadurch kann der Bau des RS1 aus einer Hand erfolgen, was den Abstimmungsaufwand im Folgenden reduziert. Zugleich erhält die Stadt dadurch einen größeren Gestaltungsspielraum.
  
==== Wann erfolgt der Weiterbau in Duisburg? ====
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Der Bau des Teilabschnitts A4 in Wiemelhausen zwischen Windhausstraße und Bessemerstraße wurde im September 2019 begonnen. In diesem Bereich werden auf einer ehemaligen Industriefläche ein Regenrückhaltebecken und eine Grünanlage angelegt. Der RS1 soll zunächst über die Windhausstraße und anschließend durch die Grünanlage führen. Er wird etwa schräg gegenüber der Arnoldstraße an die Bessemerstraße anschließen. Die Fertigstellung des Abschnitts soll 2021 erfolgen. Grund für die lange Bauzeit sind auch Altlastensanierungen, das Verfüllen von Bunkern und unterirdischen Anlagen. Die Gesamtausgaben für den RS1 in diesem Abschnitt betragen voraussichtlich rund 2,5 Mio. Euro.
Die Planungsvereinbarung zwischen Straßen.NRW und der Stadt Duisburg für den 6,1 km langen Abschnitt auf Duisburger Stadtgebiet wurde im September 2017 unterzeichnet. Der Baubeginn ab Stadtgrenze Mülheim ist für das vierte Quartal 2019 angedacht.
 
  
==== Was macht die Planung in Duisburg so langwierig? ====
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Im Bochumer Tiefbauamt wird an der Vor- und Entwurfsplanung zu den Abschnitten A1 und A2 (Parkstraße bis Gahlensche Straße) gearbeitet. Baubeginn könnte im Herbst 2021 sein, wobei die erforderliche Brücke über die A40 wegen des erheblichen Planungsaufwands eventuell den Zeitplan noch strecken wird. Für Abschnitt A3 zwischen Gahlensche und Stahlhauser Straße wurden die beantragten Fördermittel im Mai 2020 bewilligt, somit können auch hier die Planungen losgehen.
Anders als zwischen Bochum-Wattenscheid und der Stadtgrenze Duisburg/Mülheim kann auf Duisburger Gebiet die Trasse der Rheinischen Bahn nicht genutzt werden, da die Strecke weiterhin in Betrieb ist. Nach dem letzten bekannten Planungsstand erfordert die komplexe Streckenführung den Neubau von sechs Brücken und einer Untertunnelung, außerdem den Erwerb zahlreicher Grundstücke, größtenteils von der Deutschen Bahn. An mehreren Stellen ist zudem der Platz äußerst begrenzt, so dass die Mindestbreite von 4 m für Radfahrer und 2 m für Fußgänger nicht realisierbar ist. Ein weiteres ungelöstes Problem ist die Anbindung an den Duisburger Hauptbahnhof, da das Gelände der "Duisburger Freiheit" wohl auf unabsehbare Zeit weiter brach liegen wird. Immerhin stehen die Entscheidungsträger der Stadt Duisburg voll hinter dem zügigen Bau des Radschnellwegs, was man nicht von jeder Stadt sagen kann.
 
  
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Bezüglich der noch unklaren Trassenführung im Innenstadtbereich sind die Bochumer Bürger zur Mithilfe aufgerufen. Vom 15.06. bis 31.07.2020 können sie ihre Vorschläge bei der Stadt einreichen. Alle Infos dazu gibt es im Link der Stadt Bochum unten im Pressespiegel.
  
 
=== Dortmund ===
 
=== Dortmund ===
  
 
==== Wie weit sind die Dortmunder? ====
 
==== Wie weit sind die Dortmunder? ====
Anfang März diesen Jahres haben die Stadt Dortmund und Straßen.NRW ihre Planungsvereinbarung für den RS1 unterzeichnet. Darin ist festgelegt, dass die Stadt die Federführung für die Planung auf ihrem Gebiet komplett übernimmt, einschließlich der freien Strecken, die in der Baulast des Landes liegen. Für diese Abschnitte trägt Straßen.NRW die kompletten Kosten, um Ausschreibungen und Betreuung der beauftragten Ingenieurbüros kümmert sich jedoch die Stadt. Damit soll die Abwicklung deutlich beschleunigt werden. Die Entwurfsplanung für den Abschnitt durch das Kreuzviertel vom Südwestfriedhof bis zur Ruhrallee wollte die Stadt bis Ende März 2018 bereits in Eigenregie abgeschlossen und bei der Arnsberger Bezirksregierung Fördermittel für Ausführungsplanung und Bau beantragt haben. Spätestens im Frühjahr 2019 sollen die Bauarbeiten beginnen.
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Anfang März 2018 haben die Stadt Dortmund und Straßen.NRW ihre Planungsvereinbarung für den RS1 unterzeichnet. Darin ist festgelegt, dass die Stadt die Federführung für die Planung auf ihrem Gebiet komplett übernimmt, einschließlich der freien Strecken, die in der Baulast des Landes liegen. Für diese Abschnitte trägt Straßen.NRW die kompletten Kosten, um Ausschreibungen und Betreuung der beauftragten Ingenieurbüros kümmert sich jedoch die Stadt. Damit soll die Abwicklung deutlich beschleunigt werden. Die Planungen für den 1. Teilabschnitt durch das Kreuzviertel über Große Heimstraße, Sonnenplatz und Sonnenstraße sind inzwischen abgeschlossen. Baubeginn soll Mitte 2020 sein. Die Führung des RS1 erfolgt hier als Fahrradstraße auf einer Breite von 3 bis 5 Metern. Die Rechts-vor-Links-Regelung wird aufgehoben; der RS1 soll Vorrang erhalten. Während die baulichen Parkplätze erhalten bleiben, soll durch eine Parkverbotszone das Parken am Fahrbahnrand und vor den Baumscheiben unterbunden werden.
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Die beiden parallel zu Anlagen der Deutschen Bahn geplanten Brücken über die Hohe Straße und die Ruhrallee erfordern intensive Abstimmungen mit der Deutschen Bahn, so dass von einem zeitnahen Bau nicht ausgegangen werden kann. Es werden jedoch Zwischenlösungen gesucht. Für alle Abschnitte in der Baulast des Landes wurden die Planungen an drei Planungsbüros vergeben; die Entwurfsplanung soll Anfang 2020 abgeschlossen sein. Die Abschnitte in der Baulast der Stadt werden sukzessive durch die Stadt selbst geplant und umgesetzt.
  
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Der Abschnitt zwischen Dortmund-Kley und der Stadtgrenze Bochum wurde zeitlich zurückgestellt, da auf Bochumer Seite der Verlauf und damit der Übergabepunkt noch nicht klar ist.
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In Dortmund laufen die Planungen zu verschiedenen Streckenabschnitten zeitlich parallel. Daher ist davon auszugehen, dass im Jahr 2021 an mehreren Stellen gleichzeitig gebaut werden wird.
  
 
=== Kreis Unna ===
 
=== Kreis Unna ===
  
 
==== Weiterbau von Unna Richtung Hamm? ====
 
==== Weiterbau von Unna Richtung Hamm? ====
Nach bisherigem Stand wird das Land hier die Federführung übernehmen und den Ausbau vornehmen. Für die angrenzenden Städte und Gemeinden entfällt dann möglicherweise der Eigenanteil. Der erste Bauabschnitt wird voraussichtlich die Klöcknerbahntrasse zwischen Unna und Bergkamen sein.
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Nach bisherigem Stand wird das Land hier die Federführung übernehmen und den Ausbau vornehmen. Für die angrenzenden Städte und Gemeinden entfällt dann möglicherweise der Eigenanteil. Der erste Bauabschnitt wird voraussichtlich die Klöcknerbahntrasse zwischen Unna und Bergkamen sein. Derzeit läuft ein Planfeststellungsverfahren. Für die RS1-Abschnitte im Kreis Unna ist eine umfangreiche Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich, die inzwischen in Arbeit ist. Aufgrund des Umfangs der UVP sowie planungsrechtlicher Probleme ist im Kreis Unna leider mit einem Baubeginn nicht vor 2025 zu rechnen.
  
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Die Stadt Unna sucht derweil den Kontakt zur Bundeswehr, um möglicherweise den späteren Nutzern den Umweg zur Umfahrung der Glückauf-Kaserne ersparen zu können. Die Querung der Bahngleise am Bahnhof Unna-Königsborn bleibt ein Problem; es wird wohl bei der vorhandenen, eigentlich viel zu engen Unterführung bleiben. Die Bahnübergänge im Zuge des Afferder Weg und des Reckerdingsweg werden durch Unterführungen ersetzt. Die Planungen des RS1 werden dort entsprechend angepasst.
  
 
=== Hamm ===
 
=== Hamm ===
  
 
==== Wie steht es in Hamm? ====
 
==== Wie steht es in Hamm? ====
Die Stadt Hamm hat mit Straßen.NRW eine ähnliche Vereinbarung wie Dortmund geschlossen. In Hamm verläuft der RS1 größtenteils auf der Mittelinsel zwischen Lippe und Kanal, was als "freie Stecke" in der Baulast des Landes gilt. Vereinfachend lautet die Vereinbarung demnach "Stadt macht, Land zahlt". Ein genauer Termin für den Baubeginn ist noch nicht bekannt, jedoch soll sich der Abschnitt bis 2020 im Bau befinden.
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Die Stadt Hamm hat mit Straßen.NRW eine ähnliche Vereinbarung wie Dortmund geschlossen. In Hamm soll der RS1 nach der Machbarkeitsstudie größtenteils auf der Mittelinsel zwischen Lippe und Kanal verlaufen, was als "freie Stecke" in der Baulast des Landes gilt. Vereinfachend lautet die Vereinbarung demnach "Stadt macht, Land zahlt". Die Stadt Hamm hat für die Planung extra eine neue Ingenieurstelle eingerichtet. Im Rahmen des erforderlichen Planfeststellungsverfahrens müssen in der Vorplanung noch Trassenvarianten ermittelt werden. Sobald die Trasse des RS1 festgelegt ist, wird in Hamm das Netzkonzept zur Anbindung an das städtische Netz erarbeitet. Um die Trasse auf der Mittelinsel hatte es zuletzt Differenzen zwischen der Stadt Hamm und Straßen.NRW gegeben, da letztere dort die erforderliche Breite für die Einhaltung der Radschnellweg-Standards nicht gegeben sah. Inzwischen zeichnet sich jedoch ab, dass dieses Problem lösbar ist und der gewünschte Verlauf des RS1 auf der Mittelinsel doch noch verwirklicht werden kann. Die Stadt peilt einen Baubeginn 2023 an.
  
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=== Zubringer und weitere Radschnellwege ===
  
=== Zubringer und weitere Radschnellwege ===
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==== Grugatrasse, Essen ====
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Die Grugatrasse führt von Essen-Frohnhausen über Holsterhausen, Rüttenscheid und Bergerhausen bis an die Ruhr und verbindet den künftigen Radschnellweg Ruhr mit dem RuhrtalRadweg. Mit über einer halben Million gezählten Radfahrern pro Jahr ist sie Essens meistgenutzte Radverbindung. Östlich der Orangerie am Grugapark ist sie durchgehend asphaltiert; der westliche Teil ist noch mit einer wassergebundenen und inzwischen stark abgenutzten Decke versehen. Die Stadt Essen plant, die Trasse von aktuell 3 auf 5 Meter zu verbreitern und durchgehend zu asphaltieren. Dann wird es auch eine durchgehende Trennung von Rad- und Fußverkehr geben. Baubeginn soll 2021 sein.
  
==== Grünzug Zangenstraße ====
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==== Grünzug Zangenstraße, Essen ====
Der [http://www.neuewegezumwasser.de/index.php?center=projekte/bahntrassen/zangenstr.php&navi=navigation/projekte.php&re=projekte/bahntrassen/navi.php Grünzug Zangenstraße] wird kein Radschnellweg, sondern soll als kombinierter Rad- und Wanderweg eine durchgehende Grünverbindung von der Rheinischen Bahn über die Bottroper Straße und den Segerothpark bis zum Bahnhof Altenenessen schaffen. Die dafür genutzte Bahntrasse ist bereits entwidmet, und die Arbeiten am ersten Bauabschnitt haben bereits begonnen. Derzeit wird die Brücke über die Pferdebahnstraße neu gebaut. Parallel laufen bereits Wegebauarbeiten auf der Trasse entlang des Segerothparks und im Park selber.
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Der [http://www.neuewegezumwasser.de/index.php?center=projekte/bahntrassen/zangenstr.php&navi=navigation/projekte.php&re=projekte/bahntrassen/navi.php Grünzug Zangenstraße] wird kein Radschnellweg, sondern soll als kombinierter Rad- und Wanderweg - mit Asphaltdecke - eine durchgehende Grünverbindung von der Rheinischen Bahn über die Pferdebahnstraße und den Segerothpark bis zum Bahnhof Altenenessen schaffen und von dort weiter nach Zollverein führen. Die dafür genutzte Bahntrasse ist bereits entwidmet, und die Eröffnung des ersten Bauabschnitts bis zur Bottroper Straße erfolgte am 2. November 2018. Am 11.12.2019 beschloss der Rat der Stadt Essen den Baubeginn für den ersten Teil des zweiten Bauabschnitts (bis Berthold-Beitz-Boulevard). Die Arbeiten sollen einschließlich der neu zu bauenden Brücke über die Bottroper Straße 2022 abgeschlossen werden. Die weiteren Abschnitte sollen teils zeitlich parallel gebaut werden, so dass nach derzeitigem Stand mit einer Fertigstellung des kompletten Grünzugs bis 2024 zu rechnen ist.
  
==== Grünzug Bernetal ====
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==== Grünzug Bernetal, Essen ====
Die abgeschlossene Entwurfsplanung für den [http://www.hahn-plan.de/index.php/gruenzung-bernetal-nordpark.html Grünzug Bernetal] feiert in diesem Jahr ihren 10. Geburtstag, ohne dass eine Verwirklichung in Sicht wäre. Grund sind angeblich Grunstücksstreitigkeiten zwischen Emschergenossenschaft und RWE. Allerdings scheint die Stadt Essen auch kein sonderliches Interesse an der Verbindung zu haben, würde diese doch den Blick der Öffentlichkeit wieder auf die Konfliktstelle Eltingviertel lenken. Eigentlich hätte der Grünzug Bernetal das Verbindungsstück zwischen dem künftigen Radschnellweg und der Berne-Route werden sollen. Die Brücke über die Gladbecker Straße sollte in Y-Form gebaut werden mit einer zusätzlichen Brücke über die Blumenfeldstraße, die das Dreieck geschlossen hätte. Es wäre alles so schön gewesen...
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Die abgeschlossene Entwurfsplanung für den [http://www.hahn-plan.de/index.php/gruenzung-bernetal-nordpark.html Grünzug Bernetal] ist bald 12 Jahre alt, ohne dass eine Verwirklichung in Sicht wäre. Grund sind angeblich Grundstücksstreitigkeiten zwischen Emschergenossenschaft und RWE. Allerdings scheint die Stadt Essen auch kein sonderliches Interesse an der Verbindung zu haben, würde diese doch den Blick der Öffentlichkeit wieder auf die Konfliktstelle Eltingviertel lenken. Eigentlich hätte der Grünzug Bernetal das Verbindungsstück zwischen dem künftigen Radschnellweg und der Berne-Route werden sollen. Die Brücke über die Gladbecker Straße sollte in Y-Form gebaut werden mit einer zusätzlichen Brücke über die Blumenfeldstraße, die das Dreieck geschlossen hätte. Es wäre alles so schön gewesen...
  
 
==== Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet (RSMR) ====
 
==== Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet (RSMR) ====
Der RSMR soll von Gladbeck über Bottrop nach Essen führen und an der Pferdebahnstraße auf den künftigen RS1 treffen. Die Trassenführung soll zu großen Teilen entlang der Hauptverkehrsachsen verlaufen, was nicht unumstritten ist. Die Kosten werden auf rund 39 Mio. Euro geschätzt. Wann der Baubeginn erfolgen soll, ist noch nicht klar.  
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Der RSMR soll von Gladbeck über Bottrop nach Essen führen und an der Pferdebahnstraße auf den künftigen RS1 treffen. Seine Kosten werden auf rund 39 Mio. Euro geschätzt. Die Trassenführung soll zu großen Teilen entlang der Hauptverkehrsachsen verlaufen, was nicht unumstritten ist. Speziell die Bottroper Politik mit Ausnahme der Grünen wollte um jeden Preis eine Nutzung der Gladbecker Straße verhindern, da diese starke Einschränkungen für den Autoverkehr zur Folge hätte - es würden zahlreiche Parkplätze wegfallen. Nach langem Hin und Her wurde Anfang 2019 doch noch eine vorläufige Einigung zwischen den Städten Bottrop, Essen und Gladbeck, dem NRW-Verkehrsministerium, dem RVR und der Bezirksregierung erzielt. In einer ersten Ausbaustufe sollen nun zunächst die Abschnitte von Essen zur Bottroper Innenstadt und von der Stadtgrenze Bottrop/Gladbeck zur Gladbecker Innenstadt realisiert werden. Zwischen diesen beiden Abschnitten soll im Bottroper Norden eine "Radvorrangroute" entstehen, die erst zu einem späteren Zeitpunkt auf Radschnellweg-Standard ausgebaut werden soll. Zusätzlich will die Stadt Bottrop die von ihr eigentlich für den RSMR bevorzugte RAG-Trasse zu einem gemeinsamen Rad- und Wanderweg ausbauen, um den Radpendlern eine Alternave zu bieten.
  
==== Hiberniatrasse Oberhausen ====
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==== Hiberniatrasse, Oberhausen ====
In Oberhausen kam von Seiten der Bürger der Anstoß, eine Anbindung an den RS1 in Mülheim zu schaffen, die ihrerseits schon fast Radschnellweg-Niveau haben soll. Derzeit wird von der Oberhausener Verwaltung geprüft, ob der Hiberniadamm dafür genutzt werden kann. Bei diesem handelt es sich um eine stillgelegte Güterstrecke, die vom Bahnhof Mülheim-Styrum bis wenige Hundert Meter vor Oberhausen Hbf führt. Allerdings müssten bei einem Umbau zu einer Radverbindung mehrere Brücken neu gebaut werden. Sollten die Planungen konkret werden, wird auch die Radtrasse auf der ehemaligen Bahnverbindung zwischen Mülheim-Styrum und Duisburg-Meiderich wieder auf die Agenda kommen, da die ersten paar Hundert Meter dieser beiden Strecken identisch sind und sich der zeitgleiche Ausbau somit anbieten würde.
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In Oberhausen kam von Seiten der Bürger der Anstoß, eine Anbindung an den RS1 in Mülheim zu schaffen, die ihrerseits schon fast Radschnellweg-Niveau haben soll. Derzeit wird von der Oberhausener Verwaltung geprüft, ob der Hiberniadamm dafür genutzt werden kann. Bei diesem handelt es sich um eine stillgelegte Güterstrecke, die vom Bahnhof Mülheim-Styrum bis wenige Hundert Meter vor Oberhausen Hbf führt. Allerdings müssten bei einem Umbau zu einer Radverbindung mehrere Brücken neu gebaut werden. Sollten die Planungen konkret werden, wird möglicherweise auch die Radtrasse auf der ehemaligen Bahnverbindung zwischen Mülheim-Styrum und Duisburg-Meiderich wieder auf die Agenda kommen, da die ersten paar Hundert Meter dieser beiden Strecken identisch sind und sich der zeitgleiche Ausbau somit anbieten würde.
  
 
==== Anbindung des linken Niederrheins an den Radschnellweg Ruhr ====
 
==== Anbindung des linken Niederrheins an den Radschnellweg Ruhr ====
 
Der RVR entwickelt derzeit ein Konzept für die Zukunft des Radverkehrs im Ruhrgebiet. Dies beinhaltet einen Ausbau des vorhandenen Radwegenetzes auf insgesamt fast 2000 km, von denen über die Hälfte als Radschnell- bzw. Radhauptverbindung ausgebaut werden sollen. Eine der dafür vorgesehenen Strecken ist eine Verlängerung des RS1 über Duisburg hinaus nach Moers und Kamp-Lintfort. Auch wenn vermutlich nicht die komplette Strecke nach Radschnellweg-Standard ausgebaut werden kann, würde damit eine qualitativ hochwertige Verbindung für viele Pendler vom linken Niederrhein geschaffen.
 
Der RVR entwickelt derzeit ein Konzept für die Zukunft des Radverkehrs im Ruhrgebiet. Dies beinhaltet einen Ausbau des vorhandenen Radwegenetzes auf insgesamt fast 2000 km, von denen über die Hälfte als Radschnell- bzw. Radhauptverbindung ausgebaut werden sollen. Eine der dafür vorgesehenen Strecken ist eine Verlängerung des RS1 über Duisburg hinaus nach Moers und Kamp-Lintfort. Auch wenn vermutlich nicht die komplette Strecke nach Radschnellweg-Standard ausgebaut werden kann, würde damit eine qualitativ hochwertige Verbindung für viele Pendler vom linken Niederrhein geschaffen.
  
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Eine weitere Anbindung wird derzeit von der Stadt Krefeld vorangetrieben. Während die dortigen Planungen für einen Radschnellweg bis Venlo konkret werden, wird gleichzeitig an der "Krefelder Promenade" am Rhein gebaut, die dessen Abschluss am Rhein bilden würde. Von hier ist es bis zum geplanten Endpunkt des RS1 in Duisburg-Rheinhausen ein Katzensprung.
  
 
== Websites ==
 
== Websites ==
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== Meinungen ==
 
== Meinungen ==
Anmerkung VeloCityRuhr: Inzwischen haben sich die Dortmunder Politiker längst doch noch für den RS1 ausgesprochen. Die folgenden Stellungnahmen haben daher eher historischen Wert und werden bei Gelegenheit durch aktuelle Statements ergänzt.
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Anmerkung VeloCityRuhr: Inzwischen haben sich die Dortmunder Politiker längst doch noch für den RS1 ausgesprochen. Die folgenden Stellungnahmen haben daher nur noch historischen Wert.
  
 
=== Stellungnahme des VCD Dortmund-Unna ===
 
=== Stellungnahme des VCD Dortmund-Unna ===
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Ich hoffe auf Nachbesserung.
 
Ich hoffe auf Nachbesserung.
 
  
 
== Presseschau ==
 
== Presseschau ==
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=== Regional/National ===
 
=== Regional/National ===
 
==== Rundfunk ====
 
==== Rundfunk ====
* derzeit keine aktuellen Sendungen
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* [https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-ruhr/video-der-radschnellweg--eine-unendliche-geschichte-102.html 06.11.2019 | WDR | Lokalzeit Ruhr - Der Radschnellweg 1: Eine unendliche Geschichte]
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* [https://www.ardaudiothek.de/quarks-topthemen-aus-der-wissenschaft/fahrrad-aktivisten-fordern-mehr-radschnellwege/67457974 02.10.2019 | ARD | Quarks - Fahrrad-Aktivisten fordern mehr Radschnellwege]
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* [https://www.zdf.de/politik/laenderspiegel/der-radschnellweg-ruhr-wird-nicht-fertig-100.html 21.09.2019 | ZDF | Länderspiegel - Der Radschnellweg Ruhr wird nicht fertig]
  
 
==== Presse ====
 
==== Presse ====
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* [https://www.wa.de/hamm/radschnellweg-hamm-schon-frueher-stadt-setzt-jahr-2023-13801533.html 18.06.2020 | WA | Hamm – Radschnellweg in Hamm doch schon früher? Stadt setzt auf 2023]
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* [https://www.bochum.de/Pressemeldungen/15-Juni-2020/Planungsbeginn-fuer-den-Radschnellweg-RS1-durch-die-Bochumer-Innenstadt 15.06.2020 | Stadt Bochum | Planungsbeginn für den Radschnellweg RS1 durch die Bochumer Innenstadt]
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* [https://www.waz.de/staedte/wattenscheid/wattenscheider-radler-erhalten-anschluss-an-radschnellweg-id229046589.html 05.05.2020 | WAZ | Wattenscheid – Wattenscheider Radler erhalten Anschluss an Radschnellweg]
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* [https://www.waz.de/staedte/bochum/radschnellweg-erster-spatenstich-auf-bochumer-stadtgebiet-id228353995.html 06.02.2020 | WAZ | Bochum - Radschnellweg: Erster Spatenstich auf Bochumer Stadtgebiet]
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* [https://www.waz.de/staedte/muelheim/muelheim-weiterbau-des-radschnellweges-fuer-2021-geplant-id228343803.html 05.02.2020 | WAZ | Mülheim - Mülheim: Weiterbau des Radschnellweges für 2021 geplant]
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* [https://www.waz.de/staedte/essen/essen-rvr-baut-radbruecke-ueber-den-berthold-beitz-boulevard-id227898783.html 12.12.2019 | WAZ | Essen - Essen: RVR baut Radbrücke über den Berthold-Beitz-Boulevard]
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* [https://www.essen.de/meldungen/pressemeldung_1343536.de.html 11.12.2019 | Essen.de | Grünzug Zangenstraße: Rat beschließt Bau und Baubeginn des Abschnitts vom Segerothpark bis Berthold-Beitz-Boulevard]
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* [https://www.waz.de/staedte/essen/radschnellweg-politik-macht-weg-frei-fuer-weiterbau-in-essen-id227637575.html 13.11.2019 | WAZ | Essen - Radschnellweg: Politik macht Weg frei für Weiterbau in Essen]
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* [https://www.welt.de/regionales/nrw/article202768594/Radschnellweg-Ruhr-Planung-soll-verbessert-werden.html 31.10.2019 | Welt | Nordrhein-Westfalen - Radschnellweg Ruhr: Planung soll verbessert werden]
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* [https://www.lokalkompass.de/essen-nord/c-politik/rs1-radschnellweg-ruhr-stockt-weiterhin-an-schwarz-roter-essener-rathaus-groko_a1231983 19.10.2019 | Nord-Anzeiger | Essen - RS1 - Radschnellweg Ruhr stockt weiterhin an schwarz-roter Essener Rathaus GroKo]
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* [https://www.nrz.de/region/niederrhein/zweite-etappe-essen-dortmund-sogar-mit-nem-stueck-holland-id227381775.html 17.10.2019 | NRZ | Niederrhein - Unterwegs auf dem RS1: "Wir wollen keinen zweiten BER"]
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* [https://www.nrz.de/region/niederrhein/radschnellweg-ruhr-nur-drei-kilometer-sind-fertig-id227371575.html 15.10.2019 | NRZ | Niederrhein - Probetour: Unterwegs auf dem langsamsten Schnellweg der Welt]
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* [https://www.waz.de/staedte/duisburg/zwei-jahre-stillstand-bei-radschnellweg-planung-in-duisburg-id227308529.html 08.10.2019 | WAZ | Duisburg - Zwei Jahre Stillstand bei Radschnellweg-Planung in Duisburg]
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* [https://www.lokalkompass.de/essen-nord/c-politik/gruener-ratsherr-christoph-kerscht-grosse-koalition-bremst-radschnellweg-ruhr-als-essens-wichtigstes-radinfrastrukturprojekt-aus_a1218900 27.09.2019 | Nord-Anzeiger | Essen - Grüner Ratsherr Christoph Kerscht: Große Koalition bremst Radschnellweg Ruhr als Essens wichtigstes Radinfrastrukturprojekt aus]
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* [https://www.waz.de/staedte/essen/spd-und-cdu-treten-beim-radschnellweg-doch-auf-die-bremse-id227140715.html 19.09.2019 | WAZ | Essen - SPD und CDU treten beim Radschnellweg doch auf die Bremse]
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* [https://www.lokalkompass.de/essen-nord/c-politik/schmutzler-jaeger-gruene-begruessen-entkopplung-der-trassenplanung-von-einer-wohnbauplanung_a1213005 19.09.2019 | Nord-Anzeiger | Essen - Schmutzler-Jäger: Grüne begrüßen Entkopplung der Trassenplanung von einer Wohnbauplanung]
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* [https://www.waz.de/staedte/essen/radschnellweg-rs1-in-essen-koennte-es-bald-weitergehen-id227119201.html 17.09.2019 | WAZ | Essen - Radschnellweg RS1: In Essen könnte es bald weitergehen]
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* [https://www.radschnellwege.nrw/news/detail/radschnellwege-verkehrsministerium-veroeffentlicht-planungsleitfaden 22.08.2019 | Radschnellwege.NRW | Nordrhein-Westfalen - Radschnellwege: Verkehrsministerium veröffentlicht Planungsleitfaden]
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* [https://www.waz.de/staedte/essen/radschnellweg-rs1-essener-gastronom-sieht-sich-in-sackgasse-id226710573.html 07.08.2019 | WAZ | Essen - Radschnellweg RS1: Essener Gastronom sieht sich in Sackgasse]
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* [https://www.waz.de/staedte/muelheim/der-muelheimer-stadtbalkon-bekommt-ein-dach-mit-beleuchtung-id226596133.html 26.07.2019 | WAZ | Mülheim - Der Mülheimer Stadtbalkon bekommt ein Dach mit Beleuchtung]
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* [https://www.waz.de/staedte/essen/in-den-weiterbau-des-rs1-durchs-eltingviertel-kommt-bewegung-id226386385.html 04.07.2019 | WAZ | Essen - In den Weiterbau des RS1 durchs Eltingviertel kommt Bewegung]
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* [https://www.waz.de/staedte/essen/rad-aktivisten-demonstrieren-fuer-den-rs1-weiterbau-id226169361.html 14.06.2019 | WAZ | Essen - Rad-Aktivisten demonstrieren für den RS1-Weiterbau]
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* [https://www.welt.de/regionales/nrw/article193583843/Neues-Teilstueck-fuer-Radschnellweg-Ruhr-eroeffnet.html 15.05.2019 | Welt | Nordrhein-Westfalen - Neues Teilstück für Radschnellweg Ruhr eröffnet]
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* [https://www.waz.de/staedte/muelheim/am-radschnellweg-muelheim-geht-s-im-schneckentempo-voran-id217490879.html 14.05.2019 | WAZ | Mülheim - Am Radschnellweg Mülheim geht’s im Schneckentempo voran]
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* [https://www.waz.de/staedte/muelheim/stadt-muelheim-baut-verbindung-vom-radschnellweg-nach-styrum-id217099425.html 06.05.2019 | WAZ | Mülheim - Stadt Mülheim baut Verbindung vom Radschnellweg nach Styrum]
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* [https://www.waz.de/staedte/essen/der-zeitplan-fuer-den-radschnellweg-rs1-wackelt-id216702863.html 20.03.2019 | WAZ | Essen - Der Zeitplan für den Radschnellweg RS 1 wackelt]
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* [https://www.waz.de/region/rhein-und-ruhr/verwirrung-um-radschnellweg-ruhr-ist-er-in-muelheim-keiner-id216769037.html 19.03.2019 | WAZ | Rhein-Ruhr - Verwirrung um Radschnellweg Ruhr: Ist er in Mülheim keiner?]
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* [https://www.lokalkompass.de/muelheim/c-politik/keine-bruecke-fuer-helmut-kohl_a1096059 17.03.2019 | Mülheimer Woche | Mülheim - (K)eine Brücke für Helmut Kohl]
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* [https://www.lokalkompass.de/essen-west/c-politik/trassendisco-brueckenwaende-wackelten_a1094283 13.03.2019 | West-Anzeiger | Essen - Trassendisco - Brückenwände wackelten]
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* [https://www.waz.de/staedte/essen/winterdienst-premiere-auf-dem-radschnellweg-rs-1-id216378909.html 06.02.2019 | WAZ | Essen - Winterdienst-Premiere auf dem Radschnellweg RS 1]
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* [https://www.waz.de/staedte/essen/radschnellweg-spatenstich-im-eltingviertel-nicht-vor-2022-id216145907.html 07.01.2019 | WAZ | Essen - Radschnellweg: Spatenstich im Eltingviertel nicht vor 2022]
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* [https://www.waz.de/staedte/essen/radschnellweg-rs1-in-essen-soll-beleuchtung-erhalten-id215861999.html 25.11.2018 | WAZ | Essen - Radschnellweg RS1 in Essen soll Beleuchtung erhalten]
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* [https://www.waz.de/staedte/muelheim/brueckenschlag-fuer-den-radschnellweg-nach-broich-id215846919.html 21.11.2018 | WAZ | Mülheim - Brückenschlag für den Radschnellweg nach Broich]
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* [https://www.waz.de/region/niederrhein/radfahr-lobby-fordert-schnellen-weiterbau-des-radschnellwegs-id215723171.html 05.11.2018 | WAZ | Niederrhein - Radfahr-Lobby fordert schnellen Weiterbau des Radschnellwegs]
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* [https://www.lokalkompass.de/essen-west/c-politik/luegen-nummern-offenbaren-sich_a1018953 04.11.2018 | West-Anzeiger | Essen - "Lügen-Nummern offenbaren sich"]
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* [https://www.waz.de/staedte/essen/1-teil-des-radwegs-zangenstrasse-im-westviertel-eroeffnet-id215707505.html 02.11.2018 | WAZ | Essen - Erster Teil des Radwegs Zangenstraße im Westviertel eröffnet]
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* [https://www.lokalkompass.de/essen-west/politik/nrw-verkehrsminister-wuest-befuerwortet-schnellen-rs1-weiterbau-in-essen-d1012362.html 24.10.2018 | West-Anzeiger | Essen - NRW-Verkehrsminister Wüst befürwortet schnellen RS1-Weiterbau in Essen]
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* [https://www.lokalkompass.de/muelheim/politik/der-adfc-fordert-eine-rampe-an-der-bahnstrassen-auffahrt-zum-ruhr-rad-schnellweg-d994095.html 28.09.2018 | Mülheimer Woche | Mülheim - Der ADFC fordert eine Rampe an der Bahnstraßen-Auffahrt zum Ruhr-Rad-Schnellweg]
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* [https://www.waz.de/staedte/essen/radschnellweg-spatenstich-im-eltingviertel-nicht-vor-2022-id216145907.html 07.01.2019 | WAZ | Essen - Radschnellweg: Spatenstich im Eltingviertel nicht vor 2022]
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* [https://www.waz.de/staedte/essen/bau-des-radschnellweges-rs-1durchs-eltingviertel-ist-machbar-id215270933.html 06.09.2018 | WAZ | Essen - Bau des Radschnellweges RS 1 durchs Eltingviertel ist machbar]
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* [https://www.waz.de/staedte/wattenscheid/radschnellweg-fuehrt-in-wattenscheid-komplett-ueber-bahntrasse-id215190731.html 27.08.2018 | WAZ | Wattenscheid - Radschnellweg führt in Wattenscheid komplett über Bahntrasse]
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* [https://www.waz.de/staedte/duisburg/planungen-fuer-radschnellweg-1-durch-duisburg-verzoegern-sich-id214971919.html 30.07.2018 | WAZ | Duisburg - Planungen für Radschnellweg 1 durch Duisburg verzögern sich]
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* [https://www.nrz.de/…/am-radschnellweg-in-muelheim-ist-weite… 18.07.2018 | NRZ | Mülheim - Am Radschnellweg in Mülheim ist weiterhin Geduld gefragt]
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* [https://www.waz.de/staedte/essen/nord/der-brueckenschlag-ueber-die-pferdebahn-steht-bevor-id214289949.html 15.05.2018 | WAZ | Essen-Nord - Der Brückenschlag über die Pferdebahn steht bevor]
 
* [https://www.waz.de/politik/wie-das-ruhrgebiet-um-die-radautobahn-ringt-id213851413.html 26.03.2018 | WAZ | Politik - Wie das Ruhrgebiet um die Radautobahn ringt]
 
* [https://www.waz.de/politik/wie-das-ruhrgebiet-um-die-radautobahn-ringt-id213851413.html 26.03.2018 | WAZ | Politik - Wie das Ruhrgebiet um die Radautobahn ringt]
 
* [https://www.waz.de/staedte/essen/regionalverband-ruhr-plant-weitere-radschnellwege-ab-essen-id213743877.html 17.03.2018 | WAZ | Essen - Regionalverband Ruhr plant weitere Radschnellwege ab Essen]
 
* [https://www.waz.de/staedte/essen/regionalverband-ruhr-plant-weitere-radschnellwege-ab-essen-id213743877.html 17.03.2018 | WAZ | Essen - Regionalverband Ruhr plant weitere Radschnellwege ab Essen]

Aktuelle Version vom 21. Juni 2020, 12:49 Uhr

Radschnellweg Ruhr (RS1) - Radschnellweg statt Ruhrschleichweg - Staufrei, schnell, sicher und komfortabel soll der rund 101 km lange Radschnellweg Ruhr die Städte Duisburg, Mülheim an der Ruhr, Essen, Gelsenkirchen, Bochum, Dortmund, Hamm und den Kreis Unna miteinander verbinden. Das Projekt ist machbar, so lautet das Ergebnis der Machbarkeitsstudie, die im September 2014 vom Regionalverband Ruhr (RVR) veröffentlicht wurde.

Inhaltsverzeichnis

Chronologie der Planung und des Baus[Bearbeiten]

  • 07. Dezember 2010: Projektidee der Fahrradbahn B1 durch das Ruhrgebiet, vorgestellt von Winfried Sagolla (im Rahmen der 3. Verkehrsfachtagung Mobilität Ruhr der Wirtschaftsförderung Metropole Ruhr (wmr) "als Baustein einer innovativen regionalen Mobilitätsstrategie")
  • 2011: Beschluss des Lenkungskreises Ruhr 2030, den Radschnellweg Ruhr als Leitprojekt von Ruhr 2030 weiterzuverfolgen
  • Juni 2011: Beschluss der Verbandsversammlung zur Durchführung einer Machbarkeitsstudie
  • Juli 2011: Erster interkommunaler Lenkungskreis
  • August bis Dezember 2011: Erarbeitung der Konzeptstudie
  • Dezember 2011: Letter of Intent aller beteiligten Kommunen, des RVR und des Landes NRW für den Förderantrag an das BMVBS
  • September 2012: Förderzusage
  • Oktober 2012: Beauftragung der Machbarkeitsstudie
  • September 2014: Veröffentlichung der Machbarkeitsstudie
  • 27. November 2015: Offizielle Eröffnung des Abschnitts von Abzweig Grugabahn in Essen bis Mülheim an der Ruhr Hauptbahnhof
  • 13. Juni 2016: 1. Spatenstich zum Bau der Hochpromenade zwischen Hauptbahnhof und Ruhr in Mülheim
  • 25. Oktober 2016: Änderung des Straßen und Wegegesetzes (StrWG) von NRW: Radschnellwege sind ab sofort Landesstraßen gleichgestellt und damit in der Baulast und Trägerschaft des Landes. Ausgenommen sind Ortsdurchfahrten bei Städten mit mehr als 80.000 Einwohnern.
  • 04. Juli 2017: Im Bundesfernstraßengesetz wird festgeschrieben, dass der Bund bis zum Jahr 2030 den Ländern Finanzhilfen für den Bau von Radschnellwegen gewähren kann.
  • 24. Oktober 2017: Offizielle Eröffnung der Hochpromenade in Mülheim
  • 15. März 2019: 1. Spatenstich zum Bau des RS1 auf Gelsenkirchener Gebiet
  • 15. Mai 2019: Offizielle Eröffnung der restaurierten Mülheimer Ruhrbrücke und des Abschnitts bis zur Hochschule Ruhr West
  • 06. Februar 2020: Erster Spatenstich zum ersten Abschnitt auf Bochumer Gebiet
  • 07. Februar 2020: Erster Spatenstich in Essen für die Brücke über den Berthold-Beitz-Boulevard

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Abschnitt zwischen Stadtgrenze Essen und Mülheim wurde als Infrastrukturlandschaft geplant vom Büro Danielzik Leuchter + Partner Landschaftsarchitekten und mit dem nrw.landschaftsarchitektur.preises 2018 ausgezeichnet.

Fragen und Antworten[Bearbeiten]

Allgemein[Bearbeiten]

Welchen Sinn haben die gepflasterten Abschnitte zwischendrin?[Bearbeiten]

Je nach Lage sind die Gründe für die Pflasterung unterschiedlich. An einigen Stellen laufen wichtige Leitungen, deren Zugänglichkeit sichergestellt sein muss. An Zufahrten und Engstellen sollen die gepflasterten Bereiche für erhöhte Aufmerksamkeit der Fußgänger und Radfahrer sorgen; eine Maßnahme, die man übrigens den Autobahnbauern auch mal empfehlen könnte. Aus Sicht des Naturschutzes haben die Pflasterstrecken den Vorteil, sich in der Sonne weniger stark aufzuheizen als Asphalt und somit als Querungshilfe für Insekten und Kleintiere zu dienen.

Welche Funktion haben die Haufen mit Sand, Steinen und alten Bäumen entlang der Trasse?[Bearbeiten]

Diese Maßnahmen wurden auf Wunsch der Stadt Mülheim an verschiedenen Stellen des Abschnittes zwischen Essen und Mülheim an den Seiten ergänzt. Die Stadt Mülheim wollte den Weg ursprünglich nicht asphaltieren, aus dem Grund einigte man sich auf diese sichtbaren kleinen Stellen, die gezielt kleinen Tieren und Insekten entlang der Strecke Unterschlupf bieten sollen. Durch den Aufbau bilden sich mikroklimatische Besonderheiten, z.B. besonders warm, trocken, feucht oder sandig, als Lebensraum für Tiere und Pflanzen.

Wo gibt eine Übersicht über die Zugänge zur Trasse?[Bearbeiten]

Hier:

Gibt es Mülleimer auf der Strecke des RS1?[Bearbeiten]

Hinsichtlich der Mülleimer ist der RVR in den letzten Jahren immer mehr dazu übergegangen, diese abzubauen. Dies entspricht den bisherigen Erfahrungswerten, dass sich gerade im Bereich von Mülleimern der herumfliegende Müll häufig türmt, während Radfahrende im Alltagsradverkehr eigentlich kaum Bedarf dafür haben und nötigenfalls ihren Müll auch mitnehmen. Auf dem Abschnitt zwischen Mülheim Hauptbahnhof und Essen Frohnhausen wurden jedoch inzwischen einige Mülleimer aufgestellt. Den Anstoß dazu hat offenbar die eklige Protestaktion eines oder mehrerer Hundehalter gegeben, der oder die 2018 den Zaun neben dem Radweg mit gefüllten Hundekotbeuteln "dekoriert" hatte(n).

Was ist der Unterschied zwischen der "Rheinischen Bahn" und dem "Radschnellweg Ruhr"?[Bearbeiten]

Der am 27.11.2015 eröffnete Teilabschnitt in Mülheim an der Ruhr ist noch nach den Förderrichtlinien des Ökologie-Programm-Emscher-Lippe (ÖPEL) durch das Land NRW sowie mit einer Kofinanzierung durch die EU gefördert worden. Dieses Förderprogramm ist die Grundlage der Radwege-Baumaßnahmen für das regionale Radwegenetz des RVR in den vergangenen Jahren gewesen. Es sieht weder eine Asphaltierung der Fußwege noch eine Ausstattung der Radwege mit Beleuchtung vor. Der RVR konnte diese Punkte daher nicht direkt beim Bau der Trasse berücksichtigen. Das zukünftige Gestaltungs- und Markierungskonzept, wie es in der Machbarkeitsstudie vorgesehen ist, ist in diesem Programm ebenfalls nicht förderfähig.

Gibt es Vorschriften für die Ausführung von Radschnellwegen?[Bearbeiten]

National verbindliche Standards gibt es bislang noch nicht. Das Land NRW definiert jedoch in seinem "Aktionsplan zur Förderung der Nahmobilität" bestimmte Qualitätskriterien, die sich an einem 2014 veröffentlichten Arbeitspapier der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) orientieren. Das sind insbesondere (Quelle: radschnellwege.nrw):

  • Wünschenswerte Mindestlänge von 5 Kilometern,
  • Weitestgehende Bevorrechtigung / planfreie Führung an Knotenpunkten, Priorisierung durch Lichtsignalanlagen (grüne Welle),
  • Trennung zwischen Rad- und Fußverkehr,
  • Steigungsarm,
  • Wegweisung nach den Hinweisen zur wegweisenden Beschilderung für den Radverkehr in NRW,
  • Innerorts Beleuchtung (außerorts wünschenswert),
  • Regelmäßige(r) Reinigung und Winterdienst,
  • Freihalten von Einbauten (Ausnahme Querungshilfen für den Fußverkehr),
  • Service (evtl. Luftstationen, Rastplätze mit Abstellanlagen, punktuelle Überdachung als Regenschutz, etc.).

Gibt es auf dem Modellabschnitt Essen/Mülheim jetzt regelmäßige Reinigung und Winterdienst?[Bearbeiten]

Drei Jahre lang blieb das Problem ungelöst. Grund waren Streitigkeiten um die Zuständigkeit zwischen RVR und Straßen.NRW, die beide der Ansicht waren, der jeweils andere sei in der Pflicht. Inzwischen ist eine Einigung erzielt worden. Zuständig ist derzeit zwar noch der RVR, da der Abschnitt noch nicht offiziell als Radschnellweg gewidmet ist. Straßen.NRW ist aber nun in Vorleistung getreten und kümmert sich um die gesamte Strecke zwischen Essen Uni und Mülheim Hauptbahnhof. Bei angesagter Glättegefahr wird mit Salz gestreut. Die Hochpromenade in Mülheim, die im Verantwortungsbereich der Stadt liegt, wurde 2018 in das Straßenreinigungsverzeichnis aufgenommen, so dass auf diesen 500 m die MEG regelmäßig reinigt und im Winter räumt und streut.

Warum geht es insgesamt so schleppend voran; 2020 sollte doch alles fertig sein?[Bearbeiten]

Dass 2020 eine äußerst ambitionierte Zielvorstellung war, war von Anfang an klar. Viele Probleme treten auch erst bei der Detailplanung zu Tage. So müssen beispielsweise zahlreiche Grundstücke zunächst von der Deutschen Bahn oder privaten Eigentümern erworben werben, wobei sich die Verhandlungen gelegentlich schwieriger als erwartet gestalten. Zudem gibt es sowohl bei Straßen.NRW als auch bei den beteiligten Städten nur eine begrenzte Anzahl an Planern, von denen wiederum viele durch andere Projekte wie den Bau von Straßen für den Autoverkehr gebunden sind. An dieser Stelle darf man sich bei der Bundesregierung für den straßenlastigen Bundesverkehrswegeplan 2030 bedanken. Ein weiteres Problem sind die fehlenden Kapazitäten der Baufirmen aus denselben Gründen. Viele Ausschreibungen müssen daher mehrfach erfolgen, da sich im ersten Anlauf oft kein Unternehmen findet, das die Arbeiten im gesteckten Kostenrahmen ausführen will. Auf der anderen Seite täuscht der vermeintliche Stillstand an vielen Stellen aber auch: Solange die Planungen für einen Abschnitt noch auf Hochtouren laufen, sieht man natürlich keine Bagger, weil dieser Löwenanteil der Arbeit eben fast ausschließlich im Büro erfolgt. Der eigentliche Bau ist nachher der deutlich kleinere Teil. Wir versuchen im Folgenden, einen Überblick über die aktuellen Stände zu geben und ein paar weitere häufig gestellte Fragen zu beantworten.

Duisburg[Bearbeiten]

Wann erfolgt der Weiterbau in Duisburg?[Bearbeiten]

Die Planungsvereinbarung zwischen Straßen.NRW und der Stadt Duisburg für den 6,1 km langen Abschnitt auf Duisburger Stadtgebiet wurde im September 2017 unterzeichnet. Mittlerweile hat die Stadt Duisburg den Projektsteuerer NRW.Urban mit dem Projektmanagement der Objektplanung Verkehrsanlagen beauftragt. Um Ausschreibung und Vergabe kümmert sich die Stadt. Die Ausschreibung ist in drei Lose unterteilt. Mitte Februar 2020 erfolgte die Ausschreibung der Objektplanung "Verkehrsanlagen" (Los 1). Zitat daraus: "Für die Gesamttrasse müssen die Planungsleistungen LP 1 - 3 bis voraussichtlich Ende I. Quartal 2021 abschlossen sein. Die übrigen Planungsleistungen sollen voraussichtlich bis Ende III. Quartal 2022 abgeschlossen sein. Mit den Planungsleistungen soll sofort nach Beauftragung begonnen werden." Los 2 wird die Planung der Ingenieurbauwerke umfassen und Los 3 eine faunistische Planungsraumanalyse, eine artenschutzrechtliche Prüfung sowie den landschaftspflegerischen Begleitplan. Bezüglich der Brücken steht die Stadt in Kontakt mit der DB, da vor dem Start der Planungen eine umfangreiche Analyse der möglichen Erweiterung vorhandener Bahnbrücken erfolgen muss.

Was macht die Planung in Duisburg so langwierig?[Bearbeiten]

Anders als zwischen Bochum-Wattenscheid und der Stadtgrenze Duisburg/Mülheim kann auf Duisburger Gebiet die Trasse der Rheinischen Bahn nicht genutzt werden, da die Strecke weiterhin in Betrieb ist. Nach dem letzten bekannten Planungsstand erfordert die komplexe Streckenführung den Neubau von sechs Brücken und einer Untertunnelung, außerdem den Erwerb zahlreicher Grundstücke, größtenteils von der Deutschen Bahn. An mehreren Stellen ist zudem der Platz äußerst begrenzt, so dass die Mindestbreite von 4 m für Radfahrer und 2 m für Fußgänger nicht realisierbar ist. Dafür stehen die Entscheidungsträger der Stadt Duisburg voll hinter dem zügigen Bau des Radschnellwegs, was man nicht von jeder Stadt sagen kann.

Mülheim an der Ruhr[Bearbeiten]

Wie kam es zur Einrichtung der "Verweilzone" auf dem Stadtviadukt?[Bearbeiten]

Dass der Radschnellweg im Bereich des Stadtviadukts als gemeinsamer Fuß- und Radweg beschildert und mit zahlreichen Pflanzkästen und Sitzbänken ausgestattet ist, führt immer wieder zu Irritationen bei den Nutzern. Zumal es sich anders als z.B. in Essen-Altendorf bereits um den Endausbau handelt und kein späteres Update geplant ist. Hierzu muss man wissen, dass die Pläne der Stadt für die Gestaltung des Viadukts bereits bis ins Jahr 2000 zurückreichen, als die Eisenbahnstrecke stillgelegt wurde. Damals dachte noch niemand an einen Radschnellweg, und die städtischen Entscheidungsträger träumten von einer Promenade, auf der in erster Linie Fußgänger flanieren sollten. So ganz wollten sie ihre Wünsche nicht begraben, nachdem 2014 klar wurde, dass diese 500 m eines Tages Teil des Radschnellwegs Ruhr werden sollten. So kam es zur Erfindung der "Langsamfahrstrecke", die ursprünglich tatsächlich als Fußgängerzone, in der Radfahrer zu Schrittempo angehalten wären, gedacht war. Der für den Ausbau angezapfte Fördertopf, das Programm "Soziale Stadt", ließ auch gar keine Trennung von Rad- und Fußverkehr zu. Stattdessen waren Sitzgelegenheiten und sogenannte "Stepping Stones", kleine Ökobiotope für Pflanzen und Kleinstlebewesen, vorgeschrieben.

Nachdem die Kritik der Radverbände immer lauter wurde, ließen die beauftragten Planer sich den bestmöglichen Kompromiss einfallen: Sie brachten die verpflichtenden Bänke und Ökobiotope komplett auf einer Breite von nur 2 m unter. Auf der Südseite schließt sich an diese Ruhezone ein 2 m breiter Verkehrsbereich für Fußgänger an und auf der Nordseite ein 4 m breiter Bereich für den Radverkehr. Mit Ausnahme der offiziellen Beschilderung der gesamten Wegbreite durch VZ 240 als gemeinsamer Fuß- und Radweg wurden damit die Radschnellweg-Standards exakt umgesetzt. Auf den veröffentlichten Computergrafiken sieht man Radfahrer und Fußgänger jeweils in den ihnen zugedachten Bereichen. In der Praxis klappt diese inoffizielle Trennung der Verkehrsarten unter der Woche sehr gut. Nur an sonnigen Wochenenden wimmelt häufig alles quer durcheinander; andererseits müssen dann auch nur wenige Leute zügig zur Arbeit. Die meiste Zeit kann man dort als Radfahrer in normalem Tempo durchfahren. Dass man dennoch die nötige Aufmerksamkeit und Rücksicht walten lässt, versteht sich von selbst. Die Befürchtungen einer "Schiebezone" sind folglich nicht eingetreten. Dafür auch Dank an die vielfach zu Unrecht gescholtenen Planer, die mit ihrem Entwurf ein Stück Radschnellweg gerettet haben!

Warum gibt es am Ruhrufer einen Aufzug statt einer Rampe?[Bearbeiten]

Wegen des großen zu überwindenden Höhenunterschieds wäre der Platzbedarf einer barrierefreien Rampe größer als die Stadt Mülheim dafür zubilligen wollte. Unter anderem hätten dafür Parkplätze entfallen oder das für Ruhrbania vorgesehene Baufeld eingeschränkt werden müssen. Ob sich die Stadt allerdings mit dem gewählten störanfälligen Aufzugmodell, das mit seinen Ausfällen alle Nase lang für Wirbel in der lokalen Presse sorgt, einen Gefallen getan hat, ist mehr als fraglich.

Wann geht es weiter bis zur Stadtgrenze Duisburg?[Bearbeiten]

Eigentlich war der Baubeginn für Abschnitt 4 von der Brücke Duisburger Straße bis zur Duisburger Stadtgrenze zum Herbst 2018, spätestens zur Eröffnung von Abschnitt 3b/c (Ruhrbrücke bis Hochschule) geplant. Seither sind diverse Probleme aufgetaucht, an deren Lösung intensiv gearbeitet wird. Für den Abschnitt zwischen Hochschule und Heerstraße soll bis 2021 Baurecht geschaffen werden. Im Bereich des Speldorfer Güterbahnhofs befindet sich jedoch ein denkmalgeschützter Ablaufberg, dessen Stützwand aufwändig saniert werden muss. Der weitere Verlauf der Strecke ist inzwischen freigeschnitten, und erste Vermessungsarbeiten sind durchgeführt worden. Eventuell ist hier eine Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich, auch wenn das derzeit nicht wahrscheinlich erscheint. In der künftigen RS1-Trasse verlaufen Telekommunikationskabel, weshalb noch mit der BEG über möglichen Grunderwerb verhandelt werden muss.

Die Planung erfolgt durch Straßen.NRW, wobei für den Abschnitt Duisburger Straße bis Heerstraße die Verantwortung nach der Entwurfsplanung an die Stadt Mülheim übergehen soll. Der Abschnitt zwischen Heerstraße und Stadtgrenze Duisburg wird komplett von Straßen.NRW geplant und gebaut.

Parallel zu dem Abschnitt führt jedoch bereits jetzt ein, wenn auch schmaler, gemeinsamer Fuß- und Radweg. Diese Route wird in einem Flyer beschrieben, den man in den Radstationen sowie bei der MST bekommt. Auch eine Beschilderung ist im Gespräch. Das früher in besonders schlechtem Zustand befindliche Wegstück zwischen Katzenbruch und Stadtgrenze Duisburg wurde Anfang 2020 komplett asphaltiert, so dass man dort jetzt recht komfortabel fahren kann. Problematisch ist jedoch die östlich angrenzende Steinbruchstraße, die nach einem Freischnitt vor einigen Jahren inzwischen wieder zur Hälfte mit Brombeerranken überwuchert ist. Hier wäre eine Einigung zwischen Stadt Mülheim und DB über die Zuständigkeit für die Pflege dieses Wegs dringend geboten.

Wird der Abschnitt zwischen Hochschule und Stadtgrenze Duisburg kreuzungsfrei sein?[Bearbeiten]

Leider nein. Immerhin ist inzwischen klar, dass die Brücke über die Duisburger Straße und damit deren kreuzungsfreie Querung erhalten bleibt. Das ist nicht selbstverständlich, da zwischenzeitlich die Stilllegung der Hafenbahn, der Abriss der Brücke und das Hochlegen der Duisburger Straße zur Diskussion standen. Für den RS1 hätte das schlimmstenfalls - neben einer jahrelangen Verzögerung - eine Querung per Bettelampel bedeutet. Es bleiben jedoch die niveaugleichen Übergänge an der Heer- und der Friedhofstraße. An der Heerstraße soll der RS1 Vorrang erhalten, an der Friedhofstraße nach dem Willen der Verwaltung jedoch nicht. Da zumindest Teile der Politik das anders sehen, ist das letzte Wort hierzu noch nicht gesprochen.

Essen[Bearbeiten]

Warum ist der Bahntunnel Schönebeck tagsüber beleuchtet und nachts dunkel?[Bearbeiten]

Die Beleuchtungsregelung im Tunnel mit der Beleuchtung tagsüber und mit der Abschaltung in den Abendstunden hat seine Begründung in der Verkehrssicherheit. Nach Angaben der Stadt Essen soll tagsüber der Hell-Dunkel-Kontrast bei der Ein- und Ausfahrt in den Tunnel vermieden werden. Durch die Beleuchtung tagsüber wird die Blendwirkung gemindert. In den Abend- und Nachtstunden ist diese Notwendigkeit nicht gegeben, und die Beleuchtung wird durch eine Zeitschaltuhr abgeschaltet.

Warum wird die Brücke über den Berthold-Beitz-Boulevard jetzt erst gebaut?[Bearbeiten]

Laut Pressemitteilung des RVR sollte mit dem Bau der Brücke über den Berthold-Beitz-Boulevard in Essen bereits Mitte 2016 begonnen werden, um die entstandene Lücke auf der Rheinischen Bahn zu schließen. Mit dem im Dezember 2017 erfolgten Beschluss, die Brücke direkt entsprechend den Standards für Radschnellwege zu bauen, wurde jedoch eine komplette Neuplanung erforderlich. Die Stadt Essen braucht keinen Cent dazu zahlen: 80 % der erforderlichen 3,1 Mio. Euro trägt das Land NRW, den Rest der RVR. Der offizielle 1. Spatenstich erfolgte am 7. Februar 2020, fertiggestellt werden soll die Brücke nach aktuellem Stand im Frühjahr 2021.

Wann werden die Abschnitte 1+2 der Rheinischen Bahn auf Radschnellweg-Standard ausgebaut?[Bearbeiten]

RVR und Straßen.NRW haben eine Planungsvereinbarung für das Upgrade des Geh- und Radwegs auf der Rheinischen Bahn zwischen Mülheim Hbf und Essen-Univiertel zum RS1 geschlossen. Mit dem Upgrade soll auf dem gesamten Abschnitt der vom Land NRW definierte Standard für Radschnellverbindungen hergestellt werden: 4 m Radweg + 2,5 m (einschließlich taktilem Trennstreifen) Fußweg, durchgehende Asphaltierung und Markierung, abschnittsweise Beleuchtung, Verbreiterung der Brückenbauwerke. Die Planung soll bis Ende 2020 abgeschlossen werden, so dass Anfang 2021 mit dem Bau begonnen werden könnte. Die Verbreiterung bzw. der ergänzende Neubau der Brücken soll zum Schluss erfolgen. Am 20.05.2020 wird Straßen.NRW den Planungsausschuss des RVR über den aktuellen Stand der Planungen informieren.

Wie geht es zwischen Essen Uni und Bahnhof Kray weiter?[Bearbeiten]

Das traurigste Kapitel auf den ganzen 101 km. Da sich die GroKo im Essener Rat darauf versteift hatte, den südlich des Eltingviertels verlaufenden Bahndamm komplett abzureißen und den Radschnellweg statt auf diesem durch Öffnungen in den erträumten Betonburgen zu führen, herrschte jahrelanger Stillstand. Bei dieser "Lösung" - Variante 3 aus der 2017 vorgestellten Machbarkeitsstudie - hätte der Investor die komplette Baulast übernehmen und für Unterhalt, Reinigung und Winterdienst des Radschnellwegs auf dem Abschnitt sorgen müssen, was die erwartbare Rendite drastisch gesenkt hätte. Mit Ausnahme der stadtnahen Allbau GmbH fand sich folglich auch kein Investor, der Interesse an diesem angeblichen "städtebaulichen Highlight" signalisiert hätte.

Für die daraus entstehenden Verzögerungen wurde von den dafür verantwortlichen Politikern jahrelang der Deutschen Bahn der Schwarze Peter zugeschoben. Am 06.09.2018 wurde jedoch eine von der DB in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie vorgestellt, die zu dem Ergebnis kam, dass alle bahnrechtlichen und technischen Probleme auf dem Abschnitt zwischen Gladbecker Straße und Bahnhof Kray lösbar sind.

Eine 2019 im Auftrag der BEG erstellte Machbarkeitsstudie hat den Irrsinn von Variante 3 detailiert mit Daten und Fakten untermauert. Die Essener Verwaltung lieferte dazu einen Kompromissentwurf, bei dem der RS1 auf einem verschlankten Bahndamm in einer eleganten Kurve um die geplanten Häuser herum geführt werden könnte. Eine Alternative, die sowohl städtebauliche Strahlkraft entwickeln könnte als auch vor allem einen zügigen Bau des RS1 sicherstellen und damit bei den Radverbänden und den Oppositionspolitikern auf große Zustimmung stieß. Mit einem Eilantrag wenige Stunden vor der entscheidenden Abstimmung im Ausschuss für Stadtplanung im September 2019 blockierte die GroKo jedoch auch diesen Entwurf und erzwang im Ausschuss den Beschluss zu einer erneuten Machbarkeitsstudie zu der von Experten bereits restlos zerlegten Variante und zusätzlich einer ebenerdigen Führung. Damit war der Radschnellweg nun weiterhin auf unabsehbare Zeit gerade auf dem entscheidenden Abschnitt im Herzen des Ruhrgebiets vollständig blockiert.

Straßen.NRW betrachtet den Abschnitt zwischen Essen Uni und Bahnhof Kray als eine Einheit und wird mit den Planungen erst beginnen, wenn klar ist, was die Stadt zwischen Gladbecker Straße und Schützenbahn nun wirklich vor hat. Für einen Radschnellweg, bei dem der Bahndamm genutzt würde, wird eine Planungs- und Bauzeit von 2-3 Jahren kalkuliert. Wäre der Startschuss wie einst angekündigt noch in 2017 erfolgt, könnten wir 2020 die Eröffnung feiern.

UPDATE 21.11.2019: Nachdem die Verwaltung nochmals auf die gravierenden rechtlichen Probleme von Variante 3 hingewiesen hat und obendrein die ebenerdige Führung anhand simpler Geometrieberechnungen als nicht umsetzbar definiert hat, erklärten sich führende Politiker von CDU und SPD jetzt doch mit dem Alternativvorschlag einverstanden. Der offizielle Beschluss wurde am 21. November in der Sitzung des Planungsausschusses einstimmig gefasst. Nach jahrelangem Stillstand kann es nun endlich weitergehen.

Gelsenkirchen[Bearbeiten]

Wann ist Baubeginn in Gelsenkirchen?[Bearbeiten]

Die Bauarbeiten für die ersten 1,1 km (zwischen Krayer Straße und Hollandstraße) des insgesamt 2,8 km langen Abschnitts in Gelsenkirchen haben im Februar 2019 begonnen. Offizieller 1. Spatenstich war am 15. März 2019. Der Ausbau erfolgt durch Straßen.NRW in Kooperation mit der Emschergenossenschaft. Da letztere im Bereich Wattenscheider Bach ab 2019 Kanalarbeiten durchführt und außerdem ein großes Regenrückhaltebecken baut, musste dafür ohnehin eine Baustraße angelegt werden. Diese wird nach Abschluss der Arbeiten in den Radschnellweg integriert. Das wird voraussichtlich ab Ende 2021 passieren. Übergangsweise wurde der Abschnitt zunächst als gemeinsamer Weg für Radfahrer und Fußgänger in 4 m Breite gebaut. Die Freigabe verzögert sich jedoch noch auf unbestimmte Zeit, da die Gefahr für die Nutzer durch querende Baufahrzeuge als zu hoch angesehen wird. Die Leithestraße wird mit einer neu gebauten Brücke über den Radschnellweg geführt.

Baubeginn für die beiden restlichen Abschnitte auf Gelsenkirchener Stadtgebiet soll im 3. Quartal 2020 sein. Auf dem wenige Hundert Meter langen Abschnitt von der Krayer Straße zur Stadtgrenze Essen ist eine umfangreiche Sanierung der Brücke über die Hattinger Straße erforderlich.

Auf dem Abschnitt von der Hollandstraße bis zur Stadtgrenze Bochum gibt es viele sanierungsbedürftige Brückenbauwerke, u.a. die denkmalgeschützte Brücke über die Ückendorfer Straße. Die restlichen Brücken werden in nicht allzu ferner Zukunft wohl abgerissen und neu gebaut werden müssen. Um mit dem RS1 voran zu kommen, sollen sie aber zunächst instand gesetzt werden und dann hoffentlich noch einige Jahre befahrbar bleiben.

Bochum[Bearbeiten]

Wie steht es um die Planungen in Bochum?[Bearbeiten]

Im Jahr 2017 wurde eine Ausbauvereinbarung zwischen Stadt Bochum und dem Landesbetrieb Straßen.NRW unterzeichnet. Mit dieser Vereinbarung wird geregelt, dass die Stadt Bochum für alle Abschnitte auf Bochumer Stadtgebiet die gesamte Planung und den Ausbau übernimmt. Dadurch kann der Bau des RS1 aus einer Hand erfolgen, was den Abstimmungsaufwand im Folgenden reduziert. Zugleich erhält die Stadt dadurch einen größeren Gestaltungsspielraum.

Der Bau des Teilabschnitts A4 in Wiemelhausen zwischen Windhausstraße und Bessemerstraße wurde im September 2019 begonnen. In diesem Bereich werden auf einer ehemaligen Industriefläche ein Regenrückhaltebecken und eine Grünanlage angelegt. Der RS1 soll zunächst über die Windhausstraße und anschließend durch die Grünanlage führen. Er wird etwa schräg gegenüber der Arnoldstraße an die Bessemerstraße anschließen. Die Fertigstellung des Abschnitts soll 2021 erfolgen. Grund für die lange Bauzeit sind auch Altlastensanierungen, das Verfüllen von Bunkern und unterirdischen Anlagen. Die Gesamtausgaben für den RS1 in diesem Abschnitt betragen voraussichtlich rund 2,5 Mio. Euro.

Im Bochumer Tiefbauamt wird an der Vor- und Entwurfsplanung zu den Abschnitten A1 und A2 (Parkstraße bis Gahlensche Straße) gearbeitet. Baubeginn könnte im Herbst 2021 sein, wobei die erforderliche Brücke über die A40 wegen des erheblichen Planungsaufwands eventuell den Zeitplan noch strecken wird. Für Abschnitt A3 zwischen Gahlensche und Stahlhauser Straße wurden die beantragten Fördermittel im Mai 2020 bewilligt, somit können auch hier die Planungen losgehen.

Bezüglich der noch unklaren Trassenführung im Innenstadtbereich sind die Bochumer Bürger zur Mithilfe aufgerufen. Vom 15.06. bis 31.07.2020 können sie ihre Vorschläge bei der Stadt einreichen. Alle Infos dazu gibt es im Link der Stadt Bochum unten im Pressespiegel.

Dortmund[Bearbeiten]

Wie weit sind die Dortmunder?[Bearbeiten]

Anfang März 2018 haben die Stadt Dortmund und Straßen.NRW ihre Planungsvereinbarung für den RS1 unterzeichnet. Darin ist festgelegt, dass die Stadt die Federführung für die Planung auf ihrem Gebiet komplett übernimmt, einschließlich der freien Strecken, die in der Baulast des Landes liegen. Für diese Abschnitte trägt Straßen.NRW die kompletten Kosten, um Ausschreibungen und Betreuung der beauftragten Ingenieurbüros kümmert sich jedoch die Stadt. Damit soll die Abwicklung deutlich beschleunigt werden. Die Planungen für den 1. Teilabschnitt durch das Kreuzviertel über Große Heimstraße, Sonnenplatz und Sonnenstraße sind inzwischen abgeschlossen. Baubeginn soll Mitte 2020 sein. Die Führung des RS1 erfolgt hier als Fahrradstraße auf einer Breite von 3 bis 5 Metern. Die Rechts-vor-Links-Regelung wird aufgehoben; der RS1 soll Vorrang erhalten. Während die baulichen Parkplätze erhalten bleiben, soll durch eine Parkverbotszone das Parken am Fahrbahnrand und vor den Baumscheiben unterbunden werden.

Die beiden parallel zu Anlagen der Deutschen Bahn geplanten Brücken über die Hohe Straße und die Ruhrallee erfordern intensive Abstimmungen mit der Deutschen Bahn, so dass von einem zeitnahen Bau nicht ausgegangen werden kann. Es werden jedoch Zwischenlösungen gesucht. Für alle Abschnitte in der Baulast des Landes wurden die Planungen an drei Planungsbüros vergeben; die Entwurfsplanung soll Anfang 2020 abgeschlossen sein. Die Abschnitte in der Baulast der Stadt werden sukzessive durch die Stadt selbst geplant und umgesetzt.

Der Abschnitt zwischen Dortmund-Kley und der Stadtgrenze Bochum wurde zeitlich zurückgestellt, da auf Bochumer Seite der Verlauf und damit der Übergabepunkt noch nicht klar ist.

In Dortmund laufen die Planungen zu verschiedenen Streckenabschnitten zeitlich parallel. Daher ist davon auszugehen, dass im Jahr 2021 an mehreren Stellen gleichzeitig gebaut werden wird.

Kreis Unna[Bearbeiten]

Weiterbau von Unna Richtung Hamm?[Bearbeiten]

Nach bisherigem Stand wird das Land hier die Federführung übernehmen und den Ausbau vornehmen. Für die angrenzenden Städte und Gemeinden entfällt dann möglicherweise der Eigenanteil. Der erste Bauabschnitt wird voraussichtlich die Klöcknerbahntrasse zwischen Unna und Bergkamen sein. Derzeit läuft ein Planfeststellungsverfahren. Für die RS1-Abschnitte im Kreis Unna ist eine umfangreiche Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich, die inzwischen in Arbeit ist. Aufgrund des Umfangs der UVP sowie planungsrechtlicher Probleme ist im Kreis Unna leider mit einem Baubeginn nicht vor 2025 zu rechnen.

Die Stadt Unna sucht derweil den Kontakt zur Bundeswehr, um möglicherweise den späteren Nutzern den Umweg zur Umfahrung der Glückauf-Kaserne ersparen zu können. Die Querung der Bahngleise am Bahnhof Unna-Königsborn bleibt ein Problem; es wird wohl bei der vorhandenen, eigentlich viel zu engen Unterführung bleiben. Die Bahnübergänge im Zuge des Afferder Weg und des Reckerdingsweg werden durch Unterführungen ersetzt. Die Planungen des RS1 werden dort entsprechend angepasst.

Hamm[Bearbeiten]

Wie steht es in Hamm?[Bearbeiten]

Die Stadt Hamm hat mit Straßen.NRW eine ähnliche Vereinbarung wie Dortmund geschlossen. In Hamm soll der RS1 nach der Machbarkeitsstudie größtenteils auf der Mittelinsel zwischen Lippe und Kanal verlaufen, was als "freie Stecke" in der Baulast des Landes gilt. Vereinfachend lautet die Vereinbarung demnach "Stadt macht, Land zahlt". Die Stadt Hamm hat für die Planung extra eine neue Ingenieurstelle eingerichtet. Im Rahmen des erforderlichen Planfeststellungsverfahrens müssen in der Vorplanung noch Trassenvarianten ermittelt werden. Sobald die Trasse des RS1 festgelegt ist, wird in Hamm das Netzkonzept zur Anbindung an das städtische Netz erarbeitet. Um die Trasse auf der Mittelinsel hatte es zuletzt Differenzen zwischen der Stadt Hamm und Straßen.NRW gegeben, da letztere dort die erforderliche Breite für die Einhaltung der Radschnellweg-Standards nicht gegeben sah. Inzwischen zeichnet sich jedoch ab, dass dieses Problem lösbar ist und der gewünschte Verlauf des RS1 auf der Mittelinsel doch noch verwirklicht werden kann. Die Stadt peilt einen Baubeginn 2023 an.

Zubringer und weitere Radschnellwege[Bearbeiten]

Grugatrasse, Essen[Bearbeiten]

Die Grugatrasse führt von Essen-Frohnhausen über Holsterhausen, Rüttenscheid und Bergerhausen bis an die Ruhr und verbindet den künftigen Radschnellweg Ruhr mit dem RuhrtalRadweg. Mit über einer halben Million gezählten Radfahrern pro Jahr ist sie Essens meistgenutzte Radverbindung. Östlich der Orangerie am Grugapark ist sie durchgehend asphaltiert; der westliche Teil ist noch mit einer wassergebundenen und inzwischen stark abgenutzten Decke versehen. Die Stadt Essen plant, die Trasse von aktuell 3 auf 5 Meter zu verbreitern und durchgehend zu asphaltieren. Dann wird es auch eine durchgehende Trennung von Rad- und Fußverkehr geben. Baubeginn soll 2021 sein.

Grünzug Zangenstraße, Essen[Bearbeiten]

Der Grünzug Zangenstraße wird kein Radschnellweg, sondern soll als kombinierter Rad- und Wanderweg - mit Asphaltdecke - eine durchgehende Grünverbindung von der Rheinischen Bahn über die Pferdebahnstraße und den Segerothpark bis zum Bahnhof Altenenessen schaffen und von dort weiter nach Zollverein führen. Die dafür genutzte Bahntrasse ist bereits entwidmet, und die Eröffnung des ersten Bauabschnitts bis zur Bottroper Straße erfolgte am 2. November 2018. Am 11.12.2019 beschloss der Rat der Stadt Essen den Baubeginn für den ersten Teil des zweiten Bauabschnitts (bis Berthold-Beitz-Boulevard). Die Arbeiten sollen einschließlich der neu zu bauenden Brücke über die Bottroper Straße 2022 abgeschlossen werden. Die weiteren Abschnitte sollen teils zeitlich parallel gebaut werden, so dass nach derzeitigem Stand mit einer Fertigstellung des kompletten Grünzugs bis 2024 zu rechnen ist.

Grünzug Bernetal, Essen[Bearbeiten]

Die abgeschlossene Entwurfsplanung für den Grünzug Bernetal ist bald 12 Jahre alt, ohne dass eine Verwirklichung in Sicht wäre. Grund sind angeblich Grundstücksstreitigkeiten zwischen Emschergenossenschaft und RWE. Allerdings scheint die Stadt Essen auch kein sonderliches Interesse an der Verbindung zu haben, würde diese doch den Blick der Öffentlichkeit wieder auf die Konfliktstelle Eltingviertel lenken. Eigentlich hätte der Grünzug Bernetal das Verbindungsstück zwischen dem künftigen Radschnellweg und der Berne-Route werden sollen. Die Brücke über die Gladbecker Straße sollte in Y-Form gebaut werden mit einer zusätzlichen Brücke über die Blumenfeldstraße, die das Dreieck geschlossen hätte. Es wäre alles so schön gewesen...

Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet (RSMR)[Bearbeiten]

Der RSMR soll von Gladbeck über Bottrop nach Essen führen und an der Pferdebahnstraße auf den künftigen RS1 treffen. Seine Kosten werden auf rund 39 Mio. Euro geschätzt. Die Trassenführung soll zu großen Teilen entlang der Hauptverkehrsachsen verlaufen, was nicht unumstritten ist. Speziell die Bottroper Politik mit Ausnahme der Grünen wollte um jeden Preis eine Nutzung der Gladbecker Straße verhindern, da diese starke Einschränkungen für den Autoverkehr zur Folge hätte - es würden zahlreiche Parkplätze wegfallen. Nach langem Hin und Her wurde Anfang 2019 doch noch eine vorläufige Einigung zwischen den Städten Bottrop, Essen und Gladbeck, dem NRW-Verkehrsministerium, dem RVR und der Bezirksregierung erzielt. In einer ersten Ausbaustufe sollen nun zunächst die Abschnitte von Essen zur Bottroper Innenstadt und von der Stadtgrenze Bottrop/Gladbeck zur Gladbecker Innenstadt realisiert werden. Zwischen diesen beiden Abschnitten soll im Bottroper Norden eine "Radvorrangroute" entstehen, die erst zu einem späteren Zeitpunkt auf Radschnellweg-Standard ausgebaut werden soll. Zusätzlich will die Stadt Bottrop die von ihr eigentlich für den RSMR bevorzugte RAG-Trasse zu einem gemeinsamen Rad- und Wanderweg ausbauen, um den Radpendlern eine Alternave zu bieten.

Hiberniatrasse, Oberhausen[Bearbeiten]

In Oberhausen kam von Seiten der Bürger der Anstoß, eine Anbindung an den RS1 in Mülheim zu schaffen, die ihrerseits schon fast Radschnellweg-Niveau haben soll. Derzeit wird von der Oberhausener Verwaltung geprüft, ob der Hiberniadamm dafür genutzt werden kann. Bei diesem handelt es sich um eine stillgelegte Güterstrecke, die vom Bahnhof Mülheim-Styrum bis wenige Hundert Meter vor Oberhausen Hbf führt. Allerdings müssten bei einem Umbau zu einer Radverbindung mehrere Brücken neu gebaut werden. Sollten die Planungen konkret werden, wird möglicherweise auch die Radtrasse auf der ehemaligen Bahnverbindung zwischen Mülheim-Styrum und Duisburg-Meiderich wieder auf die Agenda kommen, da die ersten paar Hundert Meter dieser beiden Strecken identisch sind und sich der zeitgleiche Ausbau somit anbieten würde.

Anbindung des linken Niederrheins an den Radschnellweg Ruhr[Bearbeiten]

Der RVR entwickelt derzeit ein Konzept für die Zukunft des Radverkehrs im Ruhrgebiet. Dies beinhaltet einen Ausbau des vorhandenen Radwegenetzes auf insgesamt fast 2000 km, von denen über die Hälfte als Radschnell- bzw. Radhauptverbindung ausgebaut werden sollen. Eine der dafür vorgesehenen Strecken ist eine Verlängerung des RS1 über Duisburg hinaus nach Moers und Kamp-Lintfort. Auch wenn vermutlich nicht die komplette Strecke nach Radschnellweg-Standard ausgebaut werden kann, würde damit eine qualitativ hochwertige Verbindung für viele Pendler vom linken Niederrhein geschaffen.

Eine weitere Anbindung wird derzeit von der Stadt Krefeld vorangetrieben. Während die dortigen Planungen für einen Radschnellweg bis Venlo konkret werden, wird gleichzeitig an der "Krefelder Promenade" am Rhein gebaut, die dessen Abschluss am Rhein bilden würde. Von hier ist es bis zum geplanten Endpunkt des RS1 in Duisburg-Rheinhausen ein Katzensprung.

Websites[Bearbeiten]


Meinungen[Bearbeiten]

Anmerkung VeloCityRuhr: Inzwischen haben sich die Dortmunder Politiker längst doch noch für den RS1 ausgesprochen. Die folgenden Stellungnahmen haben daher nur noch historischen Wert.

Stellungnahme des VCD Dortmund-Unna[Bearbeiten]

Ebenso überrascht wie enttäuscht reagiert der VCD-Kreisverband Dortmund-Unna auf die ablehnende Haltung von SPD und CDU gegenüber dem geplanten Radschnellweg Ruhr. „Wir brauchen eine bessere Radinfrastruktur, gerade auch für den Alltags- und Pendlerverkehr", betont der Kreisverbandsvorsitzende Lorenz Redicker. Der Radschnellweg Ruhr wäre ein klares Zeichen, dass die fahrradfreundliche Stadt Dortmund den Radverkehr auch wirklich will. Mit ihrer Ablehnung sendeten SPD und CDU jedoch genau das entgegengesetzte Signal, kritisiert Redicker. Der VCD hofft jedoch, dass beide Parteien ihre kritische Haltung noch einmal überdenken.

Die Diskussion über den Radschnellweg sieht der VCD dabei erst am Anfang, nicht am Ende. Und dabei müsse selbstverständlich auch intensiv über Kosten und Nutzen sowie über die genaue Streckenführung gesprochen werden. „Beim Ausbau des Radwegenetzes sollten wir nicht dieselben Fehler wie beim Straßenbau machen", betont der VCD. Wichtig sei die Alltagstauglichkeit des Radschnellwegs. Nicht jeder Abschnitt müsse gleich am Anfang kreuzungsfrei verlaufen, nicht überall könne der Schnellweg gleich fünf Meter breit und beleuchtet sein, betont Redicker etwa mit Blick auf Überlegungen, eine zusätzliche Radfahrbrücke an die Schnettkerbrücke anzuhängen. Klar sei aber auch: Glatter Asphalt, Zielwegbeschilderung oder Schneeräumung im Winter sind kein Luxus, sondern müssten Standard werden, wie sie es beim Autoverkehr längst sind, so der VCD. „Und natürlich ergibt ein Radschnellweg nur Sinn, wenn er über eine vernünftige Anbindung an die Zentren verfügt", so Redicker. Der VCD sehe die Schnelltrasse daher als Basis für ein insgesamt besseres Radwegenetz. Und zwar über kommunale Grenzen hinweg. Der Radschnellweg wäre auch eine notwendige Absage an das gerade im Umweltverbund leider übliche Kirchturmsdenken, argumentiert der VCD.

Dass Verkehr vom Auto auf das Rad verlagert werden könne, sei keine Spinnerei, wie manche phantasielose Kritiker behaupteten, betont Redicker. Natürlich fahre niemand täglich von Dortmund nach Duisburg mit dem Rad. Aber die üblichen Pkw-Pendlerwege enden meist spätestens nach 10, 15 Kilometern. Der Radschnellweg könne zum Beispiel die TU Dortmund besser an die Dortmunder wie die Bochumer Innenstadt anbinden und damit tatsächlich sowohl die A40/B1 wie auch die überlastete S-Bahn S1 entlasten. Hinzu komme das Potenzial durch das Elektrorad, das letztlich eine neue Fahrzeuggattung darstelle, weil damit selbst Strecken von 15, 20 Kilometern locker bewältigt werden könnten. „Die Elektromobilität der Zukunft kommt auf zwei Rädern daher ", prophezeit Redicker. Der geplante Radschnellweg trage dem Rechnung.

Eines gibt Redicker SPD und CDU noch mit auf dem Weg: „Hätte es in Dortmund jemals eine so (Kosten-)kritische Haltung gegenüber Straßenprojekten gegeben, wären uns viele Bausünden der vergangenen Jahrzehnte erspart geblieben - und Dortmund wäre vielleicht schon jetzt Fahrradstadt!" Die geschätzten Kosten für den Radschnellweg von insgesamt 100 Millionen Euro, also etwa einer Million Euro pro Kilometer Radweg, entsprächen nur einem Bruchteil der Kosten für neue Straßen. Ein Kilometer Autobahn kostet selbst an unkritischen Abschnitten (keine Brücke, kein Tunnel, keine Gegenwehr der Bürger) mindestens das Sechsfache an reinen Baukosten.

Persönliche Ergänzung zum VCD-Beitrag von Michael Hüttemann[Bearbeiten]

Die Idee für den Radweg entstand bei der „Wirtschaftsförderung Metropole Ruhr" bei einer Tagung 2008 und fand gleich bei der IHK und dem Initiativkreis Ruhr Unterstützung, weil dort erkannt wurde, dass der Radverkehr eine Schlüsselposition des Verkehrs der Zukunft hat und damit ein deutliches Signal zur Umstrukturierung gesetzt werden soll.

Durch Dortmund und das Ruhrgebiet führt kein einziger Fernradweg. Die Hellweg-Route, einer der ältesten Wege überhaupt, gibt es nicht mehr für Radfahrer; Stück für Stück wurden hier die Radfahrer verdrängt. Einen Anschluss an einen der beliebtesten Radwege den Ruhrtalradweg hielten die Dortmunder Politiker für überflüssig - provinzielles Kirchturmdenken! Ein einziges Bett&Bike-Hotel gibt es hier. Fahrradfreundliche Stadt, Kulturhauptstadt Europas? Kein Wunder, dass in Dortmund nur wenige (Studenten) Rad fahren. Gäste können die Metropole Ruhr allenfalls umrunden.

Falls der Radschnellweg nicht kommen sollte, gibt es statt dessen kein Geld für den Ausbau anderer notwendiger Strecken z.B. den Lückenschluss zwischen den Unis Dortmund, Witten und Bochum, die nur einen Katzensprung auseinander liegen; denn die Fördergelder sind zweckgebunden. Ob die Planer die Streckenführung und die Ausstattung des Radwegs bedürfnisgerecht geplant haben, muss diskutiert werden!

Mit dem Radschnellweg werden erst mal jahrelange Versäumnisse nachgeholt. Es stände in Dortmund um den Radverkehr noch viel schlechter, wenn sich hier nicht Menschen ehrenamtlich seit Jahren dafür engagiert hätten.

Ich hoffe auf Nachbesserung.

Presseschau[Bearbeiten]

Regional/National[Bearbeiten]

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Presse[Bearbeiten]

International[Bearbeiten]